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Laut Angaben der polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes stieg die Schadenssumme bei Betrugsstraftaten im bargeldlosen Zahlungsverkehr im Jahr 2010 im Vergleich zum Vorjahr von 21 Millionen auf 22,9 Millionen Euro.

Eine der häufigsten Vorgehensweisen ist nach Angaben der Polizei das Ausspähen von Kartendaten und der Persönlichen Identifikationsnummer (PIN).

Auch der Verbraucherzentrale Sachsen sind wieder Fälle bekannt geworden, in denen versucht wird, Kreditkartendaten auszuspähen. Einige sächsische Verbraucher erhielten beispielsweise diese Woche per E-Mail die Nachricht, sie sollten ihre Kreditkarte als Sicherheit bei Zahlungsausfällen auf ihrem PayPal-Konto registrieren lassen. Der Absender der E-Mail (service@paypal.com) teilte mit, dass die Kreditkartendaten nicht als Zahlungsmethode dienen, sondern nur ein nicht ausreichend gedecktes Bankkonto absichern sollen. Nach Angaben des Versenders mit der Signatur des PayPal-Kundenservices wird die „Zahlungsmethode Bankeinzug deaktiviert“, wenn „keine Kreditkarte hinterlegt“ wird.

„Wir vermuten, dass es sich hierbei um einen kriminellen Angriff auf persönliche Kundendaten von PayPal-Nutzern handelt“, sagt Kay Görner von der Verbraucherzentrale Sachsen. Der Empfänger der elektronischen Post wird über einen Anhang auf eine präparierte Internetseite weitergeleitet und aufgefordert, seine Kreditkartendaten preiszugeben. Auch PayPal-Kunden, die bereits diese Daten angegeben haben, sollen sich registrieren. Der Absender behauptet, dass es irrelevant sei, ob bereits eine Kreditkarte registriert ist. Aus vertragsrechtlichen Gründen dürften diese Kartendaten nicht herangezogen werden. Das Vorgehen sei allerdings aufgrund vermehrter Betrugsversuche durch ungedeckte Bankkonten erforderlich. Der Absender warnt außerdem vor Kriminellen, die sich der PayPal-Signatur bedienen und Daten von Kunden „abfischen“.

Wer sich auf die Forderungen einlässt und seine Kreditkartennummer angibt, muss mit missbräuchlicher Verwendung der Daten rechnen. Geht ein Kunde nachlässig mit seinen Daten um, kommt PayPal grundsätzlich nicht für die finanziellen Schäden auf. Im bargeldlosen Zahlungsverkehr sollte daher immer ein gesundes Misstrauen an den Tag gelegt werden. „Diejenigen, die außerdem über die neueste Sicherheitssoftware auf dem Rechner verfügen, werden oftmals auch nicht Opfer von derartigen Angriffen“, informiert Görner. Entweder werden schädliche E-Mails vorher schon aussortiert oder eine aktualisierte Firewall verhindert die Weiterleitung auf eine präparierte Internetseite.

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