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Pauschalsteuer

jorono (CC0), Pixabay
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Die italienische Regierung hat eine Änderung der 2017 eingeführten „Pauschalsteuer“ für wohlhabende Personen, die ihren steuerlichen Wohnsitz nach Italien verlegen, beschlossen. Die jährliche Pauschale für im Ausland erzielte Einkünfte soll von 100.000 auf 200.000 Euro erhöht werden.

Wirtschaftsminister Giancarlo Giorgetti begründete die Maßnahme mit der begrenzten steuerlichen Flexibilität Italiens und einer Abkehr vom internationalen Wettbewerb um Steuervergünstigungen für Vermögende.

Die Neuregelung betrifft ausschließlich zukünftige Anträge. Personen, die bereits von der bisherigen Regelung Gebrauch machen, sind von der Erhöhung nicht betroffen.

Laut Schätzungen des italienischen Rechnungshofs wurden zwischen 2018 und 2022 im Rahmen dieser Regelung Steuern in Höhe von 254 Millionen Euro eingenommen. Ein bekannter Nutznießer war der Fußballspieler Cristiano Ronaldo während seiner Zeit bei Juventus Turin von 2018 bis 2021.

Die ursprüngliche Einführung der Pauschalsteuer durch eine Mitte-links-Regierung zielte darauf ab, vermögende Personen nach Italien zu locken und dadurch die Wirtschaft zu stimulieren.

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