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Palästinenser lehnen Trumps Gaza-Plan entschieden ab: „Wir werden nicht gehen“

GabrielDouglas (CC0), Pixabay
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Die Aussagen von US-Präsident Donald Trump, dass die USA Gaza „übernehmen“ sollten und die palästinensische Bevölkerung das Gebiet verlassen solle, haben weltweit Empörung ausgelöst. Besonders in Gaza selbst stoßen Trumps Vorschläge auf völliges Unverständnis und entschlossenen Widerstand.

Trotz katastrophaler Zustände – kein Wasser, keine Elektrizität, massive Zerstörungen – sind in den letzten Tagen mehr als 500.000 Palästinenser in den Norden Gazas zurückgekehrt, um ihre zerstörten Häuser wieder aufzubauen. Viele von ihnen haben Trumps Worte als Angriff auf ihre Heimat und Identität verstanden.

„Wir werden eher die Trümmer essen als gehen“

Der Palästinenser Amir Karaja erklärte gegenüber CNN, dass er „lieber die Trümmer essen“ würde, als gezwungen zu werden, Gaza zu verlassen. Während er in den Trümmern seines zerstörten Hauses im Flüchtlingslager Nuseirat stand, machte er deutlich:

📢 „Dies ist unser Land, wir sind die rechtmäßigen Besitzer. Niemand wird uns von hier vertreiben – nicht Trump, nicht jemand anderes.“

Auch Iyam Jahjouh, eine weitere Bewohnerin, äußerte ihren Widerstand:

📢 „Wir werden nicht gehen. Egal, wie groß die Zerstörung ist, dies ist unser Zuhause.“

Ihr Haus ist weitgehend zerstört, nur ein notdürftig abgedeckter Raum ist noch bewohnbar. Dennoch betont sie:

📢 „Trump und Netanjahu können sagen, was sie wollen – wir bleiben hier.“

Die Angst vor einer Wiederholung der „Nakba“ von 1948

Für viele Palästinenser erinnert Trumps Vorschlag an die „Nakba“ (Katastrophe) von 1948, als etwa 700.000 Palästinenser aus ihren Heimatorten vertrieben wurden oder fliehen mussten, nachdem der Staat Israel gegründet wurde. Bis heute dürfen sie nicht zurückkehren.

💬 Ahmad Safi, ein Händler in Khan Younis, formulierte es drastisch:

📢 „Wir haben über ein Jahr lang unter Bomben gelebt. Jetzt sollen wir Gaza einfach verlassen? Wir bevorzugen die Hölle von Gaza über das Paradies eines anderen Landes.“

Ähnlich äußerte sich Awatef Abu Sitta, deren Haus teilweise zerstört ist:

📢 „Selbst wenn sie uns Villen und Paläste anbieten, wir werden unser Land nicht verlassen.“

Trump sieht Gaza als „Investitionsprojekt“

Trump hat mehrfach angedeutet, er wolle Gaza als „Riviera des Nahen Ostens“ wiederaufbauen – ein Ort für Tourismus und internationale Investitionen. Viele Palästinenser empfinden das als zynisch und sehen darin einen Versuch, sie endgültig aus ihrer Heimat zu vertreiben.

Während Trump erklärt, dass einige Palästinenser in dieses „neue Gaza“ zurückkehren könnten, bleibt unklar, was das genau bedeuten soll. Für viele Palästinenser gibt es nur eine Antwort:

„Wir gehen nicht.“

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