Es ist ein Jahr der Superlative für die Academy Awards: Mit ganzen 16 Nominierungen schreibt „Sinners“, das viel diskutierte Gangster-Musical über Vampire von Regisseur Ryan Coogler, Oscar-Geschichte. Der Film mit Michael B. Jordan in einer Doppelrolle übertrifft damit den bisherigen Rekord von 14 Nominierungen, gehalten von Klassikern wie Titanic, All About Eve und La La Land.
Eine Nacht für starke Geschichten und mutige Genres
Neben „Sinners“ dürfen sich auch „One Battle After Another“ (13 Nominierungen), „Marty Supreme“, „Frankenstein“ und das norwegische Familiendrama „Sentimental Value“ (je 9 Nominierungen) berechtigte Hoffnungen auf mehrere Preise machen. Die 98. Oscarverleihung findet am 15. März 2026 im Dolby Theatre in Hollywood statt – moderiert zum zweiten Mal in Folge von Conan O’Brien.
Mit der Wahl der Nominierten sendet die Academy ein deutliches Signal: Genregrenzen verschwimmen, und das Publikum liebt es. Ob Musical-Vampir-Thriller, historische Shakespeare-Adaption oder animiertes K-Pop-Abenteuer – Vielfalt ist das neue Prestige.
Die Favoriten in den Hauptkategorien
Bester Film
In der Königskategorie konkurrieren zehn Werke:
-
Sinners
-
One Battle After Another
-
Hamnet
-
Marty Supreme
-
Frankenstein
-
Sentimental Value
-
The Secret Agent
-
F1: The Movie
-
Bugonia
-
Train Dreams
Bester Hauptdarsteller
-
Michael B. Jordan (Doppelrolle in Sinners)
-
Leonardo DiCaprio (One Battle After Another)
-
Timothée Chalamet (Marty Supreme)
-
Wagner Moura (The Secret Agent)
-
Ethan Hawke (Blue Moon)
Beste Hauptdarstellerin
-
Jessie Buckley (Hamnet) – gilt als Favoritin
-
Rose Byrne (If I Had Legs I’d Kick You)
-
Emma Stone (Bugonia)
-
Renate Reinsve (Sentimental Value)
-
Kate Hudson (Song Sung Blue)
Beste Regie
-
Paul Thomas Anderson (One Battle After Another)
-
Ryan Coogler (Sinners)
-
Josh Safdie (Marty Supreme)
-
Joachim Trier (Sentimental Value)
-
Chloé Zhao (Hamnet)
Premiere für neue Oscar-Kategorie
Erstmals wird 2026 auch ein Oscar für das beste Casting vergeben – eine lang geforderte Anerkennung für ein zentrales Element des Films. Nominiert sind:
-
Sinners
-
One Battle After Another
-
Marty Supreme
-
Hamnet
-
The Secret Agent
Starke Präsenz internationaler Produktionen
In der Kategorie Bester internationaler Film sind unter anderem Sentimental Value (Norwegen), Sirât (Spanien) und The Voice of Hind Rajab (Tunesien) nominiert. Auch das französische Drama It Was Just an Accident – eine düstere Mischung aus Thriller und Politdrama – konnte sich durchsetzen.
Oscar-Stimmung: Altstars, Newcomer, Überraschungen
In den Nebenrollen-Kategorien treffen Hollywood-Größen auf neue Talente: Delroy Lindo (Sinners), Benicio Del Toro und Sean Penn (One Battle After Another) messen sich mit Jacob Elordi (Frankenstein) und Stellan Skarsgård (Sentimental Value). Bei den Frauen sind u.a. Amy Madigan, Elle Fanning und Teyana Taylor nominiert.
Ein Fest für Musik, Animation und Effekte
Auch im Bereich Originalmusik und Animationsfilm bietet das Jahr eine bunte Mischung: Vom emotionalen K-Pop-Fantasyfilm KPop Demon Hunters bis zu Zootopia 2. Bei den visuellen Effekten dominieren Avatar: Fire and Ash, F1 und Sinners.
Fazit: Ein aufregendes Oscar-Jahr
Die Oscars 2026 feiern Vielfalt, Experimentierfreude und erzählerische Wucht. Sinners ist der Top-Favorit – doch der Wettbewerb ist offen. Zwischen realpolitischem Drama, Horror-Operette und poetischem Arthouse-Kino dürfte es eine der spannendsten Verleihungen der letzten Jahre werden.
Kommentar hinterlassen