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Gestern folgten Zehntausende Menschen in Debrecen dem Protestaufruf von Peter Magyar, dem Vizevorsitzenden der Oppositionspartei Respekt und Freiheit (TISZA). Sie demonstrierten gegen den rechtsnationalen Premier Viktor Orban und seine Fidesz-Partei. Vor der Veranstaltung warnten Medienberichte vor von Fidesz-Anhängern in der Stadt verteilten diffamierenden Plakaten gegen Magyar. Trotz dieser Provokationen versammelte sich eine der größten Menschenmengen der letzten Jahre in der Fidesz-Hochburg.

Magyar nutzte die Gelegenheit, die Orban-Regierung scharf zu kritisieren. Er prangerte die Verwendung von EU-Fördergeldern an und hinterfragte, warum Ungarn nach 20 Jahren EU-Mitgliedschaft zu den ärmsten und korruptesten Ländern gehöre. Er listete Beispiele von Vermögenswerten auf, die seiner Meinung nach auf die korrupte Praxis der Regierung hindeuteten, darunter Offshore-Konten und Luxusimmobilien.

Der Oppositionsführer bezeichnete Ungarn als eine „familiäre Aktiengesellschaft“ unter Orbans und seiner Oligarchen Kontrolle und versprach, dass TISZA diesem Zustand ein Ende bereiten werde. Er rief alle demokratisch Gesinnten auf, sich für die bevorstehenden EU-Wahlen zu engagieren, die er als entscheidenden Moment für die Zukunft Ungarns darstellte. Magyar betonte, dass es um die Wahl zwischen der Vergangenheit und der Zukunft, zwischen Korruption und Integrität sowie zwischen Spaltung und Versöhnung gehe.

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