Der Eigentümer der Online-Plattform OnlyFans, Leonid Radvinsky, ist im Alter von 43 Jahren gestorben. Das Unternehmen bestätigte, dass er nach langer Krebserkrankung „friedlich verstorben“ sei. Seine Familie bat um Privatsphäre.
Radvinsky, der in der Ukraine geboren wurde und in Chicago aufwuchs, hatte OnlyFans im Jahr 2018 von den britischen Gründern übernommen. Unter seiner Führung entwickelte sich die Plattform zu einem der einflussreichsten Geschäftsmodelle der digitalen Unterhaltungsindustrie.
OnlyFans wurde 2016 gegründet und ermöglicht es Content-Erstellern, Fotos und Videos gegen Bezahlung anzubieten. Zwar reicht das Angebot von Fitness- bis Kochinhalten, bekannt wurde die Plattform jedoch vor allem durch erotische und pornografische Inhalte. Besonders während der Corona-Pandemie erlebte OnlyFans einen massiven Nutzerzuwachs – und machte Radvinsky innerhalb weniger Jahre zum Milliardär.
Das Geschäftsmodell ist einfach: Die Plattform behält rund 20 Prozent der Einnahmen ein, während der Rest an die Creator geht. Laut zuletzt veröffentlichten Zahlen setzte das Unternehmen 2024 rund 1,4 Milliarden Dollar um, bei Transaktionen von mehr als sieben Milliarden Dollar. Mehr als 377 Millionen Nutzer und rund 4,6 Millionen Content-Anbieter waren zu diesem Zeitpunkt auf der Plattform aktiv.
Trotz des wirtschaftlichen Erfolgs stand OnlyFans immer wieder in der Kritik. Vorwürfe betrafen unter anderem unzureichende Alterskontrollen sowie den Umgang mit Nutzerdaten. In Großbritannien leitete die Medienaufsicht Ofcom 2024 Ermittlungen ein, nachdem Hinweise aufgekommen waren, dass Minderjährige Zugang zu pornografischen Inhalten erhalten haben könnten. Das Verfahren wurde später eingestellt, dennoch musste das Unternehmen eine Geldstrafe zahlen, weil es ungenaue Angaben gemacht hatte.
Auch rechtlich sah sich die Plattform mit Klagen konfrontiert. Nutzer hatten kritisiert, dass vermeintlich persönliche Chats mit Creatorn teilweise von externen Dienstleistern geführt worden seien. Die Klagen blieben bislang erfolglos.
Radvinsky selbst hielt sich weitgehend aus der Öffentlichkeit zurück. Er hatte einen Abschluss in Wirtschaftswissenschaften und lebte zuletzt in Florida. Sein Vermögen wurde zuletzt auf rund 4,7 Milliarden US-Dollar geschätzt. Neben OnlyFans investierte er über seine Beteiligungsgesellschaft in verschiedene Technologieunternehmen.
Zuletzt hatte er offenbar einen Verkauf der Plattform geprüft. Zudem engagierte er sich philanthropisch, unter anderem mit Spenden an ein renommiertes Krebsforschungszentrum in den USA.
Mit seinem Tod verliert die Digitalbranche eine prägende, wenn auch öffentlich wenig sichtbare Figur.
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