Der US-amerikanische Eishockeystar und Olympiasieger Brady Tkachuk sieht sich gezwungen klarzustellen, dass er Kanada entgegen aller digitalen Gerüchte nicht öffentlich beleidigt hat. Ein vom Weißen Haus verbreitetes KI-Video legt ihm nämlich ziemlich rustikale Worte in den Mund – Worte, die ihm, wie er betont, „niemals über die Lippen kommen“ würden.
Das Weiße Haus hatte den Clip nach dem US-Sieg gegen Kanada auf seinem offiziellen TikTok-Kanal geteilt – offenbar dachte man sich dort: Warum nüchtern jubeln, wenn man auch künstlich eskalieren kann?
Laut ESPN stammt das Bildmaterial aus einer älteren Pressekonferenz, nur der Ton bekam eine kreative Generalüberholung. Im Video darf Tkachuk angeblich verlauten, er habe „diesen Ahornsirup fressenden Arschlöchern eine Lektion verpassen“ müssen, nachdem sie die US-Hymne ausgebuht hätten. Diplomatie, aber make it digital.
Immerhin: Der Clip ist als KI-generiert gekennzeichnet und wurde bereits über elf Millionen Mal aufgerufen – Empörung skaliert schließlich am besten in HD.
Tkachuk selbst reagierte mit bemerkenswerter Nüchternheit: Es handle sich „eindeutig um eine Fälschung“, schließlich seien weder Stimme noch Lippenbewegungen seine. Außerdem habe er „keine Kontrolle über diese Konten“ und könne folglich wenig tun – außer öffentlich festzuhalten, dass er normalerweise nicht im Vokabular einer schlecht gelaunten Kommentarspalte spricht.
Kurzum: Das Internet hat gesprochen. Tkachuk angeblich auch. Nur eben nicht wirklich
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