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Ohne Fäustlinge, aber mit Haltung: Bernie Sanders vereidigt New Yorks neuen Bürgermeister Zohran Mamdani

OpenClipart-Vectors (CC0), Pixabay
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Keine Meme-Fäustlinge, aber jede Menge politischer Symbolik: US-Senator Bernie Sanders sorgte zum Jahresbeginn erneut für Aufsehen – diesmal nicht durch Accessoires, sondern durch eine symbolträchtige Amtshandlung. Der Altlinke vereidigte New Yorks neuen Bürgermeister Zohran Mamdani vor dem Rathaus der Metropole.

Statt seiner legendären braun-weißen Strickfäustlinge, die 2021 bei Bidens Amtseinführung zum viralen Phänomen wurden, trug Sanders diesmal eine grüne Winterjacke – gewohnt schlicht, gewohnt Bernie.

Ein neuer Bürgermeister schreibt Geschichte

Zohran Mamdani ist der 112. Bürgermeister von New York City – und der erste muslimische sowie der erste Bürgermeister mit südasiatischen Wurzeln. Mit seiner Wahl setzt die größte Stadt der USA ein starkes Zeichen für Diversität und progressive Politik. Mamdani hatte 2025 überraschend den politischen Altstar Andrew Cuomo sowohl in der Vorwahl als auch im Hauptrennen geschlagen.

Sein Programm? Sanders pur: bezahlbares Wohnen, kostenlose Busse, städtische Supermärkte, universelle Kinderbetreuung – eine Agenda, die der neue Bürgermeister nicht als radikal, sondern als dringend notwendig bezeichnet.

„Tax the rich!“ – und mehr als ein Symbol

Die Vereidigungsfeier wurde von Mamdanis politischer Weggefährtin Alexandria Ocasio-Cortez eingeleitet. Als Sanders anschließend ans Mikrofon trat, hallten Sprechchöre über den Platz: „Tax the rich!“ – Besteuerung der Reichen war und bleibt eine zentrale Forderung des Senators.

In seiner Rede betonte Sanders: „Dieses Land darf nicht nur den Superreichen gehören. Amerika gehört uns allen. Und genau das beginnt heute – hier, in New York City.“ Danach legte Mamdani den Amtseid ab – und startete sein Mandat mit einer Straßenparty.

Zurückhaltend gekleidet, aber laut in der Botschaft

Obwohl diesmal keine viralen Accessoires die Schlagzeilen bestimmten, trug Sanders erneut Handschuhe – vielleicht aus Protest gegen Kälte, vielleicht auch als ironisches Augenzwinkern an die Netzgemeinde. Doch im Mittelpunkt stand diesmal ein historischer Moment: Der Beginn einer Ära, in der New York City von einem Bürgermeister mit migrantischer Geschichte und einer explizit sozialistischen Vision geführt wird.

Ein Ereignis mit Signalwirkung – weit über die Stadtgrenzen hinaus.

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