Österreich hat es wieder getan: Während andere Länder noch darüber diskutieren, ob TikTok eigentlich ein Möbelstück ist, führt die Alpenrepublik kurzerhand ein Social-Media-Verbot für unter 14-Jährige ein. Zack. Beschlossen. Gesetzesentwurf bis Juni. Umsetzung folgt.
In Deutschland hingegen arbeitet man vermutlich noch an der grundlegenden Frage, ob man das Ganze faxen oder per Brieftaube regeln sollte. Aber keine Sorge: Spätestens 2047 ist man hier bestimmt auch soweit – vorausgesetzt, das Internet ist bis dahin noch eingeschaltet.
Social Media erst ab 14 – quasi Alkohol fürs Gehirn
Die österreichische Regierung argumentiert, Social Media habe „negative Auswirkungen“ auf junge Menschen. Eine gewagte These, die vermutlich nach intensiver Forschung zwischen zwei TikTok-Videos entstanden ist.
Die Lösung: Altersbeschränkung. Denn was bei Alkohol funktioniert, klappt bestimmt auch bei Instagram – einfach ein Schild hinhängen: „Erst ab 14!“ und schon sind alle Probleme gelöst. Jugendliche sind bekanntlich dafür berühmt, sich strikt an Regeln zu halten.
Technische Lösung gesucht – Datenschutz bitte irgendwie auch
Besonders spannend: Man will das Alter künftig technisch überprüfen, ohne Daten preiszugeben. Also eine Art magische Alterskontrolle – man ist alt genug, weiß aber selbst nicht, woher das System das weiß.
Quasi Schrödingers Personalausweis.
Neue Schulfächer: Weniger Latein, mehr Likes
Parallel dazu wird auch das Bildungssystem modernisiert. Latein wird gekürzt – vermutlich, weil „Carpe Diem“ im Vergleich zu „Swipe up“ einfach nicht mehr zeitgemäß wirkt.
Dafür kommt ein neues Fach: „Medien und Demokratie“. Dort lernen Schüler dann vermutlich:
- Wie man erkennt, ob ein Video echt ist oder von einem Toaster erstellt wurde
- Warum nicht jede Telegram-Gruppe automatisch die Wahrheit kennt
- Und dass „Ich habe das auf Facebook gelesen“ kein wissenschaftlicher Beleg ist
Ein Fortschritt, den man in Deutschland vermutlich ebenfalls plant – direkt nach der Digitalisierung der Overheadprojektoren.
Kritik? Natürlich. Umsetzung? Vielleicht.
Kritiker bemängeln fehlende Details, mögliche Datenschutzprobleme und die Tatsache, dass große Plattformen das Ganze einfach ignorieren könnten. Aber hey – warum einfach, wenn es auch kompliziert geht?
Und Deutschland? Wartet ab. Wie immer.
Während Österreich also munter reguliert, diskutiert, reformiert und ausprobiert, bleibt Deutschland seiner Linie treu: erstmal eine Arbeitsgruppe gründen, dann ein Gutachten erstellen, anschließend einen runden Tisch einberufen – und am Ende feststellen, dass man das Thema „noch einmal ganzheitlich betrachten“ muss.
Aber keine Sorge: Wenn alles gut läuft, gibt es hierzulande spätestens im Jahr 2047 ein ähnliches Gesetz. Direkt nach der Einführung von WLAN in Behörden.
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