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Ölpreis über 110 Dollar: Angriff auf Gasfeld verschärft Energiekrise

nicolagiordano (CC0), Pixabay
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Die Eskalation im Nahen Osten treibt die Energiepreise erneut nach oben. Nach Berichten über einen Angriff auf Anlagen am weltweit größten Gasfeld South Pars ist der Ölpreis deutlich gestiegen – und hat zeitweise die Marke von 110 Dollar pro Barrel überschritten.

Der Preis für die Nordseesorte Brent kletterte im asiatischen Handel auf bis zu 112 Dollar, ein Plus von mehr als fünf Prozent. Auch die Gaspreise legten spürbar zu. Zwar gaben die Notierungen im weiteren Verlauf leicht nach, bleiben aber auf hohem Niveau.

Auslöser war ein mutmaßlicher Angriff auf eine petrochemische Anlage im iranischen Teil des South-Pars-Feldes. Kurz darauf meldete Katar „erhebliche Schäden“ an seinem Energiezentrum Ras Laffan – offenbar nach iranischen Gegenangriffen. Beide Standorte sind zentrale Knotenpunkte der globalen Gasversorgung.

Die Märkte reagieren entsprechend nervös. Angriffe auf Energieinfrastruktur gelten als besonders kritisch, da sie unmittelbare Auswirkungen auf Angebot und Preise haben. Eine Entspannung ist derzeit nicht in Sicht – auch weil die wichtige Schifffahrtsroute durch die Straße von Hormus weiterhin beeinträchtigt ist.

Irans Militär drohte mit weiteren Vergeltungsschlägen und stellte klar, dass künftig auch Energieanlagen anderer Länder ins Visier geraten könnten. Das erhöht die Gefahr einer weiteren Ausweitung des Konflikts – mit direkten Folgen für die Weltwirtschaft.

Auch politische Gegenmaßnahmen zeigen bislang wenig Wirkung. Die USA lockerten kurzfristig Transportregeln für Energielieferungen, um Engpässe abzufedern. Experten bezweifeln jedoch, dass dies die Preise spürbar senken kann.

Die Lage bleibt angespannt: Solange zentrale Förder- und Transportwege bedroht sind, dürften die Energiemärkte volatil bleiben. Oder anders gesagt – jede neue Eskalation hat das Potenzial, die Preise weiter nach oben zu treiben.

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