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Öffentlicher Zeugenaufruf nach Brandanschlag auf die Stromversorgung in Berlin – Belohnung ausgesetzt

Katillustrationlondon (CC0), Pixabay
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Das Bundeskriminalamt (BKA) und der Generalbundesanwalt beim Bundesgerichtshof (GBA) bitten die Bevölkerung um Mithilfe bei der Aufklärung eines Brandanschlags auf die Stromversorgung in Berlin. Für entscheidende Hinweise, die zur Ermittlung der Täterinnen oder Täter führen, ist eine Belohnung von bis zu eine Million Euro ausgesetzt.

Am Samstag, den 3. Januar 2026, wurde gegen 5:44 Uhr ein Schaden an Stromkabelleitungen im Bereich einer Kabelbrücke im Berliner Bezirk Steglitz-Zehlendorf gemeldet. Die Einsatzkräfte stellten vor Ort einen Brand fest, durch den mehrere Starkstromkabel beschädigt wurden, die das angrenzende Heizkraftwerk versorgen. Infolge des Anschlags kam es in den Stadtteilen Nikolassee, Wannsee, Zehlendorf und Lichterfelde zu teils mehrtägigen Stromausfällen.

Rund 45.000 Privathaushalte, etwa 2.200 Gewerbebetriebe sowie mehrere Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen waren betroffen. Auch Notrufnummern waren zeitweise nur eingeschränkt erreichbar, zudem kam es zu erheblichen Störungen der Festnetz- und Mobilfunkkommunikation.

Nach der Tat veröffentlichten die sogenannten „Vulkangruppen“ ein Selbstbezichtigungsschreiben, in dem sie den Brandanschlag für sich beanspruchten. Als Ziel nannten sie die Unterbrechung der Stromversorgung des Heizkraftwerks Berlin-Lichterfelde sowie einen Angriff auf die fossile Energiewirtschaft. Das Kraftwerk sei nach eigenen Angaben „erfolgreich sabotiert“ worden.

Bereits seit 2011 wurden in Berlin und Brandenburg wiederholt Brandanschläge auf kritische Infrastrukturen verübt, darunter Bahn- und Telekommunikationsanlagen sowie öffentliche Versorgungsleitungen. Auch zu diesen Taten bekannten sich die „Vulkangruppen“.

Der Generalbundesanwalt führt in diesem Zusammenhang ein Ermittlungsverfahren gegen unbekannte Täter, unter anderem wegen des Verdachts der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung, der verfassungsfeindlichen Sabotage, der Brandstiftung sowie der Störung öffentlicher Betriebe. Das Bundeskriminalamt wurde mit den polizeilichen Ermittlungen beauftragt.

Hinweise können beim BKA telefonisch unter +49 (0)800 01 30 110, online über das Hinweisportal oder bei jeder Polizeidienststelle abgegeben werden. Über das BKA-Portal besteht zudem die Möglichkeit, tatbezogenes Foto- oder Videomaterial hochzuladen. Der Zeugenaufruf läuft bis zum 24. Februar 2026.

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