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Nusantara

CatsWithGlasses (CC0), Pixabay
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Indonesien hat an seinem Nationalfeiertag offiziell seine neue Hauptstadt Nusantara auf der Insel Borneo eingeweiht. Die Entscheidung für den Umzug wurde getroffen, weil die bisherige Hauptstadt Jakarta jährlich bis zu 20 Zentimeter ins Meer sinkt.

Präsident Joko Widodo stellte die Vision einer grünen, technologisch fortschrittlichen „Waldstadt“ vor. Die neue Hauptstadt soll nicht nur Regierungssitz sein, sondern bis 2045 auch 1,9 Millionen Einwohner beherbergen.

Das Projekt, mit geschätzten Kosten von 32 Milliarden Euro, befindet sich noch in der Bauphase. Erste Regierungssitzungen haben bereits in Nusantara stattgefunden, und tausende Beamte sollen im September umziehen.

Trotz der Versprechen einer nachhaltigen Stadt äußern Umweltschützer Bedenken bezüglich der Auswirkungen auf den Regenwald Borneos. Kritiker befürchten eine Beschleunigung der Entwaldung und Störung wichtiger Ökosysteme.

Die Finanzierung des Megaprojekts ist noch nicht vollständig gesichert, und es fehlen noch große Investoren. Der designierte Nachfolger Widodos, Prabowo Subianto, hat zugesagt, das Projekt fortzuführen.

In Jakarta wird überlegt, die leerstehenden Regierungsgebäude möglicherweise in Einkaufszentren umzuwandeln, um die Stadt als internationales Handelszentrum zu positionieren.

Die Fertigstellung von Nusantara ist für 2045 geplant, aber es bleibt abzuwarten, wie sich das ambitionierte Projekt entwickeln wird und welche langfristigen Auswirkungen es auf die Region haben wird.

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