Von unserer Spezialkorrespondentin für verschwundene Wertgegenstände und verdächtige weiße Transporter
Nordrhein-Westfalen – Das Land der unbegrenzten Einbruchsmöglichkeiten. Nachdem in Gelsenkirchen bereits 3.250 Schließfächer von einer Horde offenbar bestens ausgebildeter Batman-Gegenspieler in liebevoller Kleinstarbeit geöffnet wurden, legt nun Halle (Westfalen) nach. Diesmal nicht nachts im Schutz der Dunkelheit, sondern ganz nonchalant zur Mittagszeit – vermutlich direkt nach dem Käffchen und noch vor dem Eintopf.
Tresor-Tango mit Wunderbohrmaschine
Vier Schließfächer sollen es in Halle gewesen sein. Wie die Täter in den Schließfachbereich kamen, ist bislang unklar. Vielleicht durch Magie. Oder mit einem altbewährten „Wir haben da ein Meeting mit Herrn Mustermann“-Trick. Die Polizei tappt im Dunkeln – allerdings in alle Richtungen gleichzeitig. Zeugen werden dringend gesucht – besonders solche mit übernatürlich gutem Gedächtnis, Teleobjektiven oder Zeitreisen-Erfahrung.
Ex-Mitarbeiter mit Gold-Faible
In Bonn war’s ein 22-jähriger Ex-Mitarbeiter, der offenbar dachte, „Fristlos entlassen“ heiße „Nimm mit, was du tragen kannst“. Zwei Schließfächer leer, Gold weg, Polizei verwirrt, Sparkasse konsterniert – und die Kunden? Die sind mit dem Finger schon halb auf dem „Schließfach kündigen“-Button.
Gelsenkirchen: Die Mutter aller Tresorcoups
Der große Coup in Gelsenkirchen bleibt jedoch ungeschlagen. Nicht nur wegen der Anzahl der betroffenen Fächer (nennen wir es: Die Volkszählung der Wertgegenstände), sondern auch wegen der Logistik. Da wurde tagelang gebaggert, gebohrt, beobachtet und spaziert – mit großen Taschen durchs Treppenhaus. Niemand fand das auffällig, immerhin ist es Gelsenkirchen.
Verdächtiger weißer Transporter gesichtet
Im Fokus der Ermittlungen: ein weißer Transporter – aka „das Einbrecher-Einhorn“, gesichtet in mehr Überwachungsvideos als Influencer im Selfiemodus. Und ja, auch ein schwarzes, hochmotorisiertes Auto mit maskierten Männern im Parkhaus wurde gesehen. Also… ein ganz normaler Samstagabend in Buer?
Bank bleibt geschlossen – Kunden bleiben ratlos
Die Sparkassenfiliale bleibt erstmal dicht. Man überlegt noch, ob und wann und wie man jemals wieder aufmacht. Vielleicht nach der Rekonstruktion des Wanddurchbruchs. Oder wenn endlich wieder Vertrauen in Mauern herrscht.
Hotline heiß wie ein Tresorbohrer
Über 1.000 Kunden haben sich schon bei der Hotline gemeldet – viele mit der Frage: „War mein Schließfach auch dabei?“ und „Gibt’s Rabatt auf kaputte Fächer?“ Die Sparkasse bleibt optimistisch, die Polizei hoffnungsvoll, die Täter vermutlich auf den Bahamas.
Fazit: Nordrhein-Westfalen entwickelt sich zum Mekka für ambitionierte Schließfachkünstler. Ob mit Dietrich, Presslufthammer oder einfach Dreistigkeit – irgendwo in NRW ist immer Platz für ein neues Kapitel im großen Tresor-Krimi.
Kommentar hinterlassen