Der Pharmakonzern Novo Nordisk, einst gefeierter Hersteller der Wunderspritzen Ozempic und Wegovy, hat ein neues Rezept für „nachhaltige Schlankheit“ entdeckt: den eigenen Personalbestand drastisch reduzieren. Ganze 9.000 Stellen sollen weltweit wegfallen – das entspricht elf Prozent der Belegschaft. Mehr als die Hälfte der Jobs wird gleich im Heimatland Dänemark weggespritzt.
Begründung? Ganz einfach: Rund 1,1 Milliarden Euro pro Jahr einsparen – denn was sind schon Menschenleben im Vergleich zur schlanken Bilanz?
Noch vor Kurzem galt Novo Nordisk als das schillernde Vorzeigeunternehmen Europas. Mit seinen Abnehmspritzen war es sogar kurzzeitig das wertvollste Unternehmen des Kontinents. Die Devise lautete: immer mehr einstellen, immer höher hinaus – von 43.700 auf satte 78.400 Beschäftigte in nur vier Jahren. Und jetzt? Nadel rein, Luft raus.
Der Aktienkurs ist seit Mitte 2024 um mehr als die Hälfte abgesackt – offenbar hat die Euphorie schneller abgenommen als so mancher Hüftspeck. Und als ob das nicht genug wäre, lauert auch noch die Konkurrenz: Eli Lilly bringt bald eine Abnehmpille auf den Markt. Billiger, einfacher, ohne Spritze. Dazu kommen in den USA noch Generika.
Novo Nordisk zieht daraus die logische Konsequenz: Wenn schon die Produkte nicht mehr so gut „laufen“, dann müssen es eben die Mitarbeiter.
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