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Niederigzinsen

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Der diesjährige Weltverbrauchertag steht unter dem Motto „Altersvorsorge in Zeiten von Niedrigzinsen“. Anlass für die Verbraucherzentrale Berlin, Sparerinnen und Sparer über sinnvolle Vorsorgestrategien aufzuklären. „Noch bis vor Kurzem konnte man mit mittelmäßigen Finanzprodukten ausreichende Renditen erzielen“, erläutert Volker Schmidtke, Finanzreferent bei der Verbraucherzentrale Berlin. Doch in Zeiten von historisch niedrigen Zinsen sei dies in vielen Anlageklassen nicht mehr möglich. „Umso wichtiger ist es für Verbraucher, die passenden Produkte auszuwählen“. Drei grundsätzliche Faktoren sollten Verbraucher bei ihrer Anlagestrategie berücksichtigen.

Staatliche Förderung richtig nutzen

Für die meisten Sparer sind staatlich geförderte Riester-Produkte, für viele auch eine Betriebsrente sinnvoll. „Unabhängig von Zinsen und Renditen am Kapitalmarkt – die staatliche Förderung selbst ist eine sichere „Rendite“. Sie macht oft einen großen Unterschied zu nicht-geförderten Produkten aus“, so Schmidtke. Wichtig ist die Produktauswahl. Für ältere oder sehr sicherheitsorientierte Verbraucher eignen sich gute Riester-Banksparpläne, für jüngere Verbraucher gute Riester-Fondssparpläne. Neben Riester macht oft eine gute betriebliche Altersvorsorge Sinn, wenn der Arbeitgeber einen Zuschuss zahlt.

Risiken realistisch einschätzen und konsequent danach handeln

Viele Verbraucher schätzen die Risiken bestimmter Anlageprodukte falsch ein. „Sich von seinem Gefühl leiten zu lassen, ist bei der Altersvorsorge allerdings keine gute Empfehlung“, erklärt Schmidtke. So liege z.B. das Risiko, bei einem über Jahrzehnte laufenden Aktienfonds-Sparplan Verluste zu erleiden, praktisch bei null. Zwischenzeitlich könnten jedoch durchaus Verluste von 70 Prozent oder mehr eintreten. „Rendite über rund 1,5% lässt sich derzeit nur noch mit Anlageprodukten erzielen, die Wertschwankungen unterliegen“, so Schmidtke. Wer sich davon nicht um den Schlaf bringen lasse, langfristig anlege und durchhalte, könne mit Fondssparplänen ansehnliche Wertzuwächse erzielen. Um Wertschwankungen zu verringern und sich sicherer zu fühlen, sollten Verbraucher ihre Anlagen auf verschiedene Anlageklassen streuen.

Kosten minimieren

Bei vielen Produkten mit hohen Nebenkosten, die bei höheren Zinsen noch Rendite abwarfen, zehren mittlerweile die Kosten die Erträge zum großen Teil auf. „Zudem werden oft im Verhältnis zum Ertrag zu hohe Risiken eingegangen, um die Kosten wieder hereinholen zu können“, erklärt Schmidtke. Verbraucherinnen und Verbraucher sollten daher gerade jetzt Anlageprodukte mit niedrigen Kosten wählen und dabei vor allem auf die laufenden Kosten achten.

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