Rapperin Nicki Minaj hat sich am Mittwoch in Washington D.C. öffentlich als „Trumps Nummer-eins-Fan“ bezeichnet und dabei eine goldene Einwanderungskarte mit dem Bild des ehemaligen Präsidenten präsentiert. Die Karte ist Teil eines von Trump eingeführten Programms, das vermögenden Einwanderern eine Aufenthaltsgenehmigung mit späterer Aussicht auf die US-Staatsbürgerschaft bietet.
Minaj trat gemeinsam mit Trump bei einem Event des US-Finanzministeriums auf, wo sie ihre Unterstützung für die sogenannten „Trump Accounts“ bekundete – ein Regierungsprogramm, das Treuhandfonds für Kinder vorsieht.
Einstige Trump-Kritikerin jetzt Unterstützerin
Minaj, geboren in Trinidad und Tobago, war in der Vergangenheit für ihre kritischen Äußerungen zu Trumps Einwanderungspolitik bekannt. 2018 schrieb sie in einem Facebook-Post über ihre Angst vor Familientrennungen und erinnerte daran, dass sie selbst im Alter von fünf Jahren illegal in die USA kam. Dennoch äußerte sie sich in den letzten Jahren zunehmend wohlwollend gegenüber Trump – insbesondere bezüglich seiner Führungspersönlichkeit.
„Ich bin wahrscheinlich der größte Fan des Präsidenten – und das wird sich nicht ändern“, sagte Minaj bei dem Event. „Was andere über ihn sagen, motiviert mich nur, ihn noch stärker zu unterstützen.“
„Trump Gold Card“ – Schneller Weg zur Aufenthaltsgenehmigung
Das im Dezember 2025 gestartete „Trump Gold Card“-Programm erlaubt es vermögenden Personen, gegen eine Zahlung von 1 Million US-Dollar sowie einer Bearbeitungsgebühr von 15.000 Dollar dauerhafte Aufenthaltsrechte in den USA zu erhalten. Obwohl es starke Kritik wegen seiner Doppelmoral angesichts gleichzeitig verschärfter Maßnahmen gegen illegale Einwanderung gibt, hat Minaj das Angebot angenommen und öffentlich präsentiert.
Trotz der Goldkarte ist sie noch keine US-Staatsbürgerin, wie sie auf X (ehemals Twitter) erklärte – betonte aber, das Verfahren laufe bereits:
„Finalisiere gerade die Einbürgerungspapiere – mit Hilfe meines wunderbaren, charmanten Präsidenten.“
Prominente Gegenstimmen aus der Musikszene
Minajs Auftritt löste Kritik in den sozialen Netzwerken und bei anderen Künstler:innen aus. Besonders nach den jüngsten tödlichen Vorfällen mit ICE-Agenten in Minneapolis stehen Trumps Einwanderungspolitik und ihre Unterstützer im Fokus.
Rocklegende Bruce Springsteen veröffentlichte den Protestsong Streets of Minneapolis, gewidmet den Opfern Alex Pretti und Renee Nicole Good, die kürzlich bei Einsätzen von Grenzschutzbehörden ums Leben kamen. In dem Song heißt es:
„Wir werden die Namen derer nicht vergessen, die auf den Straßen von Minneapolis starben.“
Auch Rapper Ice-T äußerte sich bei Auftritten kritisch, indem er seine Songzeile aus Cop Killer in „ICE Killer“ umwandelte. Weitere Stars wie Billie Eilish, Olivia Rodrigo und Ariana Grande forderten öffentlich die Abschaffung der Behörde ICE.
Eilish schrieb:
„ICE hat Familien auseinandergerissen, Bürger terrorisiert und nun unschuldige Menschen ermordet.“
Grande teilte einen Aufruf des New Yorker Politikers Zohran Mamdani, in dem es hieß:
„ICE terrorisiert unsere Städte. ICE gefährdet uns alle. Abschaffen.“
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