Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom hat bei einem Auftritt in der „Late Show“ mit Stephen Colbert scharfe Kritik an Präsident Donald Trump geübt – und dabei ein düsteres Szenario entworfen.
„Ich fürchte, dass wir 2028 keine Wahl haben werden. Das meine ich aus tiefstem Herzen – es sei denn, wir wachen endlich auf und nehmen die Lage ernst“, sagte Newsom am 23. September.
Vorwurf: Autoritäres Vorgehen
Newsom, einer der lautstärksten Trump-Kritiker innerhalb der Demokraten und selbst als möglicher Präsidentschaftskandidat im Gespräch, warf der Regierung vor, „autoritäre Aktionen“ durchzuführen – besonders im Rahmen der verschärften Einwanderungskontrollen.
So berichteten Medien, dass Bundesbeamte Migranten sogar in Gerichten festgenommen hätten, teils ohne ordentliches Verfahren. In einigen Fällen seien Verfahren vor Einwanderungsrichtern kurzerhand eingestellt worden, um Abschiebungen zu beschleunigen.
Weiße Haus weist Vorwurf zurück
Eine Sprecherin des Weißen Hauses nannte Newsoms Aussagen „absurd“ und „eine Verschwörungstheorie“. Trump selbst hatte bereits erklärt, er werde „wahrscheinlich“ nicht für eine dritte Amtszeit antreten. Laut Verfassung ist ein US-Präsident ohnehin auf zwei Amtszeiten beschränkt.
Redistricting im Fokus
Newsom kritisierte außerdem die von Trump unterstützte Neuaufteilung der Wahlkreise in Texas, die den Republikanern bis zu fünf zusätzliche Sitze bei den Kongresswahlen 2026 sichern könnte. Der kalifornische Gouverneur plant nun seinerseits ein Redistricting in seinem Bundesstaat, das auch den Demokraten mehrere zusätzliche Mandate bringen soll. Darüber sollen die Wähler in Kalifornien im November abstimmen.
„Trump will gar keine Wahl“
Bereits im August hatte Newsom geäußert, Trump werde versuchen, über 2028 hinaus an der Macht zu bleiben – notfalls mithilfe von Bundesbeamten. „Ich glaube nicht, dass Donald Trump überhaupt noch einmal eine Wahl will“, sagte er damals.
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