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leoakiyama (CC0), Pixabay
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Die US-Börsenaufsicht SEC prüft nach dem Zusammenbruch des Hedgefonds Archegos und den Kurskapriolen von GameStop strengere Vorschriften. „Wann immer es größere Marktereignisse gab, ist es eine gute Idee zu prüfen, welche Risiken sie für das gesamte Finanzsystem gehabt haben könnten“, erklärte der neue SEC-Chef Gary Gensler in vorab veröffentlichten Auszügen einer für heute geplanten Stellungnahme vor dem Kongress.

Sein Stab bereite gegenwärtig etwaige Schritte vor wie eine größere Veröffentlichungspflicht bei Leerverkäufen, mehr Transparenz beim Wertpapierverleih und neue Vorgaben für gewisse komplexe Swaps, wie sie bei Archegos eine Rolle gespielt hätten. Zudem wolle man sich Meinungen zu Spiele-ähnlichen Elementen bei Handels-Apps wie etwa Punkte- und Bonus-Systeme einholen.

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US-Finanzministerin Janet Yellen hat mit Bemerkungen über die Inflationsentwicklung in den USA für Verwirrung und Belastung an den Börsen gesorgt. Allerdings rückte sie ihre Äußerungen wieder zurecht, was für allgemeine Erleichterung sorgte. In einem Interview mit dem US-Magazin „Atlantic“ hatte Yellen gesagt, dass höhere Zinsen zur Vermeidung einer Überhitzung der amerikanischen Wirtschaft nötig werden könnten.

„Es kann sein, dass die Zinssätze etwas steigen müssen, um sicherzustellen, dass unsere Wirtschaft nicht überhitzt, auch wenn die zusätzlichen Ausgaben im Verhältnis zur Größe der Wirtschaft relativ gering sind“, sagte Yellen mit Bezug auf die extrem lockere Haushaltspolitik der neuen US-Regierung. Es könne zu einigen „sehr bescheidenen“ Erhöhungen der Leitzinsen kommen.

Die US-Börsen gerieten nach den Bemerkungen unter Druck. Wenig später relativierte Yellen ihre Äußerungen. Auf einer Onlineveranstaltung des „Wall Street Journal“ sagte Yellen, sie habe keine Zinsprognose oder -empfehlung abgeben wollen. „Wenn jemand die Unabhängigkeit der Fed schätzt, dann bin ich das, glaube ich.“

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