Shane Devon Tamura, der am Montagabend in einem Gebäude an der Park Avenue in Manhattan vier Menschen erschoss und anschließend Suizid beging, erhielt das Tatwerkzeug – ein M4-Sturmgewehr – von einem Vorgesetzten im Casino in Las Vegas, wo er arbeitete. Der Vorgesetzte hatte die Waffe im August 2024 legal gekauft, zusammengebaut und Tamura für 1.400 Dollar verkauft. Auch das Fahrzeug, mit dem Tamura nach New York fuhr, hatte er ihm abgekauft. Der Vorgesetzte kooperiert mit den Behörden.
Tamura tötete unter anderem einen Polizisten, einen Blackstone-Manager, einen Sicherheitsbeamten und eine junge Angestellte des Immobilienunternehmens Rudin. Ein NFL-Mitarbeiter wurde schwer verletzt. Tamura hatte offenbar vor, die NFL-Zentrale anzugreifen, nahm aber den falschen Aufzug.
Ein in seiner Tasche gefundener Abschiedsbrief deutet darauf hin, dass Tamura unter CTE (Chronisch-traumatische Enzephalopathie) gelitten haben könnte – eine Gehirnerkrankung, die mit früheren Football-Karrieren und wiederholten Kopfverletzungen in Verbindung gebracht wird.
Die Polizei untersucht nun seine Reise von Las Vegas nach New York, seinen psychischen Zustand und mögliche Sicherheitsversäumnisse. Der Fall löste politische Forderungen nach schärferen Waffengesetzen in den USA aus. Unter anderem sprachen sich New Yorks Bürgermeister Eric Adams und Gouverneurin Kathy Hochul für strengere Maßnahmen aus.
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