Micky Maus bekommt einen neuen Chef: Josh D’Amaro, bislang verantwortlich für die Freizeitparksparte, übernimmt das Ruder beim US-Unterhaltungsriesen Disney. Wie gestern bekannt wurde, wird der 54-Jährige mit der Hauptversammlung am 18. März offiziell zum CEO – und damit Nachfolger der Disney-Legende Bob Iger, der dem Konzern noch bis Jahresende als Berater erhalten bleibt.
D’Amaro, der seit 2020 Disneys erfolgreichste Geschäftseinheit – Themenparks und Kreuzfahrten – leitet, tritt in große Fußstapfen. Er wird erst der neunte CEO in der über 100-jährigen Geschichte des Unternehmens.
Eine märchenhafte Herausforderung
Trotz ikonischer Marken wie Micky Maus, Star Wars, Marvel und Pixar steht Disney vor einem düsteren Kapitel im globalen Unterhaltungsbuch. Der Konkurrenzdruck im Streaming-Markt – vor allem durch Netflix –, die Unsicherheit über die Zukunft von Kinos, sowie Einbrüche im Kabel-TV-Geschäft fordern neue Strategien.
Dazu kommt der Wandel durch künstliche Intelligenz, die Inhalte heute schneller und billiger generieren kann als viele traditionelle Studios. Für Disney, einst Meister des Geschichtenerzählens, könnte genau das zur größten Bewährungsprobe werden.
Viel Erbe, wenig Spielraum
Mit seinen Freizeitparks, Blockbuster-Franchises und traditionsreichen Figuren verfügt Disney über gewaltige Markenkraft – doch ob D’Amaro daraus ein modernes, wettbewerbsfähiges Disney 2.0 formen kann, wird sich erst zeigen. Klar ist: Der Wechsel an der Spitze markiert mehr als einen Führungswechsel – es ist der Beginn einer neuen Ära im Disney-Universum.
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