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Neue Videoaufnahmen und Zeugenaussagen werfen Fragen zum tödlichen Schuss auf Alex Pretti auf

TheDigitalArtist (CC0), Pixabay
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Neue Videoanalysen und eidesstattliche Zeugenaussagen werfen ein anderes Licht auf die tödliche Auseinandersetzung zwischen dem Krankenpfleger Alex Pretti und Bundesbeamten der Einwanderungsbehörde am vergangenen Samstag.

Laut einer CNN-Analyse zeigen mehrere Videos, dass Pretti kurz vor seinem Tod von einem Beamten bedrängt wurde, der später an der Schießerei beteiligt war. Die Aufnahmen zeigen, wie Pretti den Verkehr regelte und filmte, aber zu keinem Zeitpunkt gewalttätig agierte oder eine Waffe zog – obwohl Bundesbeamte behaupten, er habe eine geladene Pistole bei sich geführt.

Laut Augenzeugen war Pretti einer von etwa 15 Personen, die versuchten, bei einem Protest gegen eine Einwanderungsrazzia den Verkehr zu koordinieren. Dabei sollen Beamte Fenster von Autos eingeschlagen und Personen bedrängt haben. Ein Video zeigt, wie Pretti von einem Beamten weggestoßen und anschließend mit Reizgas besprüht wird, bevor mehrere Beamte ihn zu Boden bringen. Sekunden später fallen zehn Schüsse.

Ein weiterer Beamter soll zuvor die mutmaßlich geladene Waffe aus Prettis Hosenbund entfernt haben. Dennoch feuerten die Beamten mehrfach, obwohl Pretti am Boden lag und offenbar keine akute Bedrohung darstellte.

Ein Arzt, der das Geschehen von einem Fenster aus beobachtete, versuchte, erste Hilfe zu leisten, wurde jedoch zunächst von ICE-Beamten daran gehindert. Laut seiner Aussage leisteten die Beamten keine lebensrettenden Maßnahmen, sondern zählten lediglich Einschusswunden.

Das Heimatschutzministerium (DHS) verteidigte das Vorgehen. Ministerin Kristi Noem sagte, Pretti sei bewaffnet gewesen und habe sich Befehlen widersetzt. Kritiker hingegen sehen in der Darstellung eine verzerrte Darstellung der Ereignisse und warnen vor einem gefährlichen Präzedenzfall.

Polizeiexperten äußerten Zweifel an der Verhältnismäßigkeit der Gewaltanwendung. Pretti habe zu keinem Zeitpunkt seine Waffe gezogen, hieß es.

Der Vorfall wirft nicht nur Fragen zur Gewaltanwendung auf, sondern auch zu Transparenz und Rechtsstaatlichkeit bei Einwanderungseinsätzen in den USA.

 

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