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Neue Studie: Mehr als 50 Hitzewellen wären ohne fossile Emissionen „praktisch unmöglich“ gewesen

Pexels (CC0), Pixabay
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Eine am 10. September in der Fachzeitschrift Nature veröffentlichte Studie bringt es auf den Punkt: Die größten fossilen Energieproduzenten der Welt tragen direkte Verantwortung für zahlreiche Hitzewellen der letzten 20 Jahre.

Laut der Untersuchung des Schweizer Klimaforschers Yann Quilcaille vom Institut für Atmosphären- und Klimawissenschaften der ETH Zürich wären mehr als 50 von 213 untersuchten globalen Hitzewellen ohne menschengemachten Klimawandel praktisch undenkbar gewesen.

„Der Klimawandel hat jede dieser Hitzewellen wahrscheinlicher und intensiver gemacht – und die Lage verschlechtert sich zunehmend“, so Quilcaille in einer Pressemitteilung.

Klimakrise hat Namen: Exxon, BP, Chevron & Co.

Die Studie analysierte Hitzeereignisse aus der International Disaster Database zwischen 2000 und 2023. Im Fokus standen dabei 180 sogenannte „Carbon Majors“ – also Unternehmen und staatliche Akteure, die weltweit den höchsten Ausstoß an Treibhausgasen verursachen.

Unter den größten Verursachern: ExxonMobil, Chevron, BP und Shell. Diese Konzerne sollen maßgeblich zur Verstärkung von Hitzewellen seit Beginn der Industrialisierung beigetragen haben.

Zusammengefasst:

  • 55 Hitzewellen (ein Viertel) wären ohne fossile Emissionen „praktisch unmöglich“ gewesen.

  • Emissionen aus fossilen Brennstoffen machen etwa 50 % der Zunahme der Hitzeintensität aus.

  • US-amerikanische Unternehmen sind für 10 % der globalen CO₂-Emissionen seit 1850 verantwortlich.

  • Chinesische Akteure verursachten 12 % der Emissionen im selben Zeitraum.

Milliardenschäden und wachsender juristischer Druck

Die wirtschaftlichen Folgen sind ebenfalls dramatisch: Laut einer früheren Studie der Dartmouth University kostete die durch Emissionen verursachte extreme Hitze zwischen 1991 und 2000 die Weltwirtschaft rund 28 Billionen Dollar.

Immer mehr Städte und Bundesstaaten in den USA haben inzwischen Klagen gegen fossile Energiekonzerne eingereicht – mit dem Vorwurf, die Öffentlichkeit jahrzehntelang über die Folgen ihrer Produkte getäuscht zu haben.

Richard Heede, Mitautor der Studie und Direktor des Climate Accountability Institute, formuliert es drastisch:

„Diese Daten zeigen klar: Wir müssen den Ausstoß fossiler Emissionen so schnell wie möglich senken, um die Bedrohung für menschliche Gemeinschaften zu minimieren.“

Und nun?

Shell verweigerte eine Stellungnahme zur Studie, während ExxonMobil, BP und Chevron auf Anfragen bislang nicht reagierten. Doch der wissenschaftliche und gesellschaftliche Druck steigt – ebenso wie die Temperaturen weltweit.

Fazit: Die neue Studie liefert konkrete Belege für die Mitverantwortung großer Energiekonzerne an den Extremwetterlagen unserer Zeit. Während die Klimakrise weiter eskaliert, mehren sich Forderungen nach Transparenz, Haftung und einem radikalen Umdenken in der Energiepolitik.

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