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Neue Studie: Bestimmte Lebensmittelzusatzstoffe stehen im Verdacht, das Krebsrisiko zu erhöhen

TheDigitalArtist (CC0), Pixabay
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Der Konsum von Lebensmittelzusatzstoffen, wie sie häufig in verarbeiteten Lebensmitteln wie Aufschnitt, Frühstückscerealien oder Fertigprodukten vorkommen, ist mit einem erhöhten Krebsrisiko verbunden. Das zeigt eine neue Langzeitstudie, die am 7. Januar im Fachjournal BMJ veröffentlicht wurde.

Die Forscher analysierten Daten von mehr als 105.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus den Jahren 2009 bis 2023 und untersuchten den Zusammenhang zwischen dem Verzehr von 17 gängigen Konservierungsstoffen und dem Auftreten verschiedener Krebsarten.

Welche Zusatzstoffe sind betroffen?

Während einige Zusatzstoffe keinen Zusammenhang mit Krebs zeigten, wurden andere mit einem deutlich erhöhten Risiko in Verbindung gebracht, darunter:

  • Kaliumsorbat (häufig in Backwaren):
    → 14 % höheres Gesamtkrebsrisiko
    → 26 % höheres Risiko für Brustkrebs

  • Kaliumdisulfit und andere Sulfite (z. B. in Wein und Bier):
    → 12 % höheres Gesamtkrebsrisiko

  • Natriumnitrit (zur Konservierung von Speck, Schinken und Wurst):
    → 32 % höheres Risiko für Prostatakrebs

  • Kaliumnitrat (verwandt mit Nitriten):
    → 13 % höheres Gesamtkrebsrisiko
    → 22 % höheres Risiko für Brustkrebs

Diese Stoffe finden sich in einer Vielzahl industriell verarbeiteter Lebensmittel. Laut Studie stammen:

  • 85 % der aufgenommenen Sulfite aus alkoholischen Getränken

  • 54 % der Nitrite und 80 % der Nitrate aus verarbeitetem Fleisch

  • 44 % der Propionate (ein weiterer Zusatzstoff) aus raffinierten Getreideprodukten und Cerealien

Was bedeutet das für Verbraucher?

Die Studie war beobachtend angelegt, d. h. sie beweist keinen kausalen Zusammenhang, liefert jedoch wichtige Hinweise, die mit bisherigen Forschungsergebnissen übereinstimmen.

„Diese Studie liefert neue Erkenntnisse für eine mögliche Neubewertung der Sicherheit dieser Zusatzstoffe durch Gesundheitsbehörden“, schreiben die Autoren. Es bestehe weiterer Forschungsbedarf.

In den USA gelten die betroffenen Zusatzstoffe derzeit als GRAS („generally recognized as safe“) – also allgemein als sicher anerkannt, so die US-Lebensmittelaufsicht FDA. In der Vergangenheit hat die FDA die GRAS-Liste bereits angepasst, wenn neue wissenschaftliche Erkenntnisse vorlagen.

Die Forscher raten Herstellern, auf unnötige Konservierungsmittel zu verzichten, und empfehlen Konsument:innen, möglichst unverarbeitete Lebensmittel zu bevorzugen.

Im Kontext neuer Ernährungsempfehlungen

Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. hatte kürzlich neue US-Ernährungsrichtlinien vorgestellt, die zu weniger Zucker und weniger verarbeiteten Lebensmitteln, aber gleichzeitig mehr Eiweiß und Fleisch aufrufen. Einige Ernährungsexperten warnen jedoch, dass dadurch der Konsum von verarbeitetem Fleisch steigen könnte – mit gesundheitlich nachgewiesenen Risiken.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stuft rotes und verarbeitetes Fleisch bereits seit Jahren als krebserregend ein – insbesondere im Hinblick auf Darmkrebs.

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