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Neue Epstein-Dokumente: Vorwurf sexueller Forderungen gegen Prinz Andrew und Jeffrey Epstein

geralt (CC0), Pixabay
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In einer neu veröffentlichten juristischen Stellungnahme, die Teil der jüngsten Freigabe von Epstein-Akten ist, erhebt eine ehemalige exotische Tänzerin schwere Vorwürfe gegen den inzwischen verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein und Andrew Mountbatten‑Windsor.

Laut dem Schreiben sollen die beiden Männer die Frau im Jahr 2006 in Epsteins Anwesen in Florida aufgefordert haben, sich an „verschiedenen sexuellen Handlungen“ zu beteiligen.

Angebot für Auftritt – Forderung nach sexuellem Kontakt

Nach Angaben der Anwälte der Frau sei ihr angeboten worden, für 10.000 US‑Dollar als Tänzerin aufzutreten. Nach dem Auftritt hätten Epstein und Mountbatten‑Windsor sie zu einem Dreier auffordern wollen.

In dem Schreiben heißt es, die Frau habe klargestellt, sie sei lediglich zum Tanzen engagiert worden und nicht zu sexuellen Handlungen bereit. Dennoch hätten die Männer auf sie eingewirkt, sich auf entsprechende sexuelle Handlungen einzulassen, mit dem Hinweis, sie werde später bezahlt.

Nur Teilzahlung – Schweigeangebot

Statt der zugesagten Summe habe die Frau lediglich 2.000 US‑Dollar erhalten. In dem anwaltlichen Schreiben aus dem Jahr 2011 heißt es weiter, die Frau sei bereit gewesen, den Vorfall vertraulich zu behandeln, wenn ihr im Gegenzug 250.000 US‑Dollar gezahlt würden. Ob es zu einer Einigung kam, ist nicht bekannt.

Die Anwälte erklären, ihre Mandantin habe lange gezögert, den Vorwurf öffentlich zu machen, da sie sich für die Umstände des Abends geschämt habe:

„Sie arbeitete als exotische Tänzerin, wurde aber wie eine Prostituierte behandelt.“

Weitere belastende Schilderungen

Das Schreiben behauptet zudem, dass mehrere Tänzerinnen von einem Stripclub in West Palm Beach von Fahrern zu Epsteins Haus gebracht worden seien. Die Frau habe bei der Veranstaltung weitere junge Frauen gesehen, von denen einige „so jung wie 14 Jahre“ gewirkt hätten.

Nach ihrer Ankunft sei sie nach oben geführt und dort von Epstein Andrew Mountbatten‑Windsor vorgestellt worden.

Nach den geschilderten sexuellen Handlungen sei ihr angeboten worden, die beiden Männer auf eine Reise zu den Virgin Islands zu begleiten – was sie abgelehnt habe.

Reaktionen und Hintergrund

Die BBC hat Mountbatten‑Windsor um eine Stellungnahme gebeten. Er hat bislang jede Form von Fehlverhalten stets bestritten.

Der frühere Prinz steht seit Jahren wegen seiner Beziehung zu Jeffrey Epstein in der Kritik. Er hatte 2022 eine zivilrechtliche Vergleichszahlung an Virginia Giuffre geleistet, die ihm vorwarf, als Minderjährige von Epstein an ihn vermittelt worden zu sein. Mountbatten‑Windsor bestritt auch diese Vorwürfe.

In den jüngst veröffentlichten Akten befinden sich außerdem Fotografien, die Mountbatten‑Windsor in einer kompromittierenden Pose mit einer unbekannten Frau zeigen sollen. Beide Personen sind laut den Unterlagen vollständig bekleidet.

Zunehmender politischer und öffentlicher Druck

Mit der Veröffentlichung der neuen Dokumente wächst der Druck auf Mountbatten‑Windsor, öffentlich zu seiner Beziehung zu Epstein Stellung zu nehmen oder unter Eid auszusagen. Juristisch sind die neuen Vorwürfe bislang nicht Gegenstand eines laufenden Verfahrens.

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