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Neue Angriffe aus dem Iran: Golfstaaten und Israel melden Drohnen- und Raketenbeschuss

PuppypawsAZ (CC0), Pixabay
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Der Konflikt im Nahen Osten eskaliert weiter: Mehrere Golfstaaten und Israel haben neue Angriffe aus dem Iran gemeldet. Betroffen waren unter anderem Kuwait, Saudi-Arabien, Bahrain, Jordanien und Israel. Auch im Irak wurde ein schwerer Luftangriff bekannt.

Der Krieg in der Region weitet sich weiter aus: Kuwait, Saudi-Arabien und Israel haben am Mittwoch neue Angriffe aus dem Iran auf ihre Territorien gemeldet. Nach Angaben der jeweiligen Behörden kamen dabei Drohnen und Raketen zum Einsatz. Auch im Irak wurden bei einem Luftangriff mehrere Soldaten getötet.

Treibstofftank am Flughafen von Kuwait getroffen

Besonders brisant ist der Vorfall in Kuwait: Nach Angaben der kuwaitischen Zivilluftfahrtbehörde wurde bei einem Drohnenangriff auf den internationalen Flughafen von Kuwait ein Treibstofftank getroffen. Dadurch brach ein Brand aus.

Die Behörden sprachen von einem „begrenzten“ Sachschaden. Verletzte habe es nach bisherigem Stand nicht gegeben. Einsatzkräfte waren im Großeinsatz, um das Feuer unter Kontrolle zu bringen und weitere Schäden an der Infrastruktur zu verhindern.

Saudi-Arabien fängt mehrere Drohnen ab

Auch Saudi-Arabien meldete neue Angriffe. Nach offiziellen Angaben wurden im Osten des Landes mindestens vier Drohnen abgefangen, bevor sie ihre Ziele erreichen konnten. Weitere Details zu möglichen Einschlagsorten oder Schäden wurden zunächst nicht veröffentlicht.

Israel meldet Einschläge – Revolutionsgarde reklamiert Angriff

In Israel wurden erneut Raketenangriffe aus dem Iran registriert. Die israelische Polizei sprach von mehreren Einschlägen im Land. Nähere Angaben zu Verletzten oder Schäden lagen zunächst nicht vollständig vor.

Die iranische Revolutionsgarde erklärte, sie habe Raketen und Drohnen auf den Norden und das Zentrum Israels abgefeuert. Nach iranischen Angaben sollen auch Ziele im Raum Tel Aviv angegriffen worden sein.

Iran meldet Angriffe auf US-Stützpunkte in der Region

Nach Berichten des iranischen Staatssenders IRIB, der sich auf die Revolutionsgarde beruft, seien außerdem Raketen und Drohnen gegen mehrere von den USA genutzte Militärstützpunkte gestartet worden.

Demnach sollen betroffen sein:

  • zwei US-genutzte Stützpunkte in Kuwait
  • ein Stützpunkt in Bahrain
  • ein weiterer Stützpunkt in Jordanien

Unabhängig überprüfen ließen sich diese Angaben zunächst nicht.

Zudem berichtete das iranische Staatsfernsehen, das iranische Militär habe auch Raketen in Richtung des US-Flugzeugträgers „USS Abraham Lincoln“ abgefeuert. Der Träger sei dadurch gezwungen worden, seine Position zu verändern, hieß es unter Berufung auf eine Erklärung des Militärs.

Eine Bestätigung von US-Seite lag zunächst nicht vor.

Irak meldet Tote nach Luftangriff in Anbar

Auch im Irak spitzt sich die Lage zu. In der westlichen Provinz Anbar wurden nach Angaben des Verteidigungsministeriums bei einem Luftangriff sieben irakische Soldaten getötet. Weitere 13 Menschen wurden verletzt, wie es aus Sicherheitskreisen hieß.

Laut Ministerium galt der Angriff einer Stellung der schiitischen Volksmobilmachungskräfte – einer Dachorganisation mehrerer Milizen, die vom Iran unterstützt werden. Getroffen wurden demnach außerdem eine nahegelegene Militärklinik sowie eine technische Einheit.

Das irakische Verteidigungsministerium verurteilte den Angriff scharf. In einer Erklärung sprach es von einem „offensichtlichen und schwerwiegenden Verstoß“ gegen das Völkerrecht, da medizinische Einrichtungen und medizinisches Personal besonderen Schutz genießen. Der Angriff stelle eine gefährliche Eskalation dar.

Region rutscht tiefer in den Flächenbrand

Mit den neuen Angriffen verschärft sich die Lage im Nahen Osten weiter. Längst ist der Konflikt nicht mehr auf direkte Schläge zwischen Israel und Iran begrenzt. Immer stärker geraten auch Golfstaaten, US-Stützpunkte und Nachbarländer wie der Irak in den Sog der Eskalation.

Die jüngsten Angriffe zeigen vor allem eines:
Der Krieg hat sich zu einem regionalen Flächenbrand ausgeweitet – mit wachsender Gefahr für zivile Infrastruktur, internationale Energieversorgung und die militärische Präsenz der USA in der Region.

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