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Netflix legt neues Angebot für Warner Bros. Discovery vor – diesmal komplett in bar

Jade87 (CC0), Pixabay
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Im Ringen um die Zukunft von Warner Bros. Discovery (WBD) hat Netflix sein Übernahmeangebot deutlich nachgebessert – und bietet nun eine reine Barzahlung statt einer Mischung aus Bargeld und Aktien.

Das geänderte Angebot wurde am Dienstagmorgen von beiden Unternehmen bekannt gegeben, rund sechs Wochen nachdem der ursprüngliche Deal angekündigt wurde. Mit dem neuen Angebot will Netflix vor allem dem feindlichen Übernahmeversuch durch Paramount entgegenwirken.

Netflix bietet jetzt 27,75 US-Dollar pro Aktie für die Filmstudios von Warner Bros. sowie die Streaming-Dienste inklusive HBO. Diese Assets sollen noch in diesem Jahr in ein neues, börsennotiertes Unternehmen unter dem Namen Warner Bros. ausgegliedert werden. Andere Geschäftsbereiche wie CNN und verschiedene Spartensender sollen künftig unter dem Namen Discovery Global firmieren.

Zuvor hatte Netflix lediglich 23,25 US-Dollar in bar geboten, den Rest in eigenen Aktien. Paramount hatte das genutzt, um mit einem All-Cash-Angebot zu kontern – und argumentierte, dass dieses den Aktionären mehr Sicherheit biete.

Netflix erklärte nun, die Finanzierung erfolge „durch vorhandene Barmittel, bestehende Kreditlinien sowie zugesagte externe Finanzierungen“. Der neue Deal biete laut Pressemitteilung „eine einfachere Struktur, größere Planungssicherheit für WBD-Aktionäre und beschleunige den Weg zur Abstimmung über das Vorhaben“.

WBD-CEO David Zaslav kündigte an, dass nach Abschluss der Prüfung durch die US-Börsenaufsicht SEC eine außerordentliche Hauptversammlung einberufen werde – voraussichtlich im Frühjahr.

Paramount lässt nicht locker

Paramount hatte den Schritt von Netflix bereits erwartet und verfolgt weiter seine eigene Strategie: Man bietet weiterhin 30 US-Dollar pro Aktie und hat sogar angedroht, durch einen sogenannten Proxy Fight die Kontrolle über den WBD-Aufsichtsrat zu übernehmen.

Paramount-CEO David Ellison warf dem WBD-Vorstand zudem vor, den wahren Wert der TV-Sender künstlich aufzublähen. In Delaware läuft derzeit ein Verfahren, in dem Paramount mehr Transparenz über die Bewertung der Assets einfordert. Ein Antrag auf beschleunigtes Verfahren wurde allerdings abgelehnt.

WBD verteidigt Netflix-Deal

Der Vorsitzende des WBD-Aufsichtsrats, Samuel A. Di Piazza Jr., lobte den neuen Vorschlag von Netflix: „Mit dem Wechsel zu einer vollständigen Barzahlung schaffen wir mehr Sicherheit und Klarheit für unsere Aktionäre – und gleichzeitig die Möglichkeit, vom künftigen Erfolg von Discovery Global zu profitieren.“

Paramount hingegen bezweifelt den langfristigen Wert der ausgegliederten Sender und hält an seinem Gegenangebot fest.

Netflix wird am Dienstag nach Börsenschluss seine Quartalszahlen veröffentlichen – und dürfte dort auch zum Deal weitere Details liefern.

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