Bei einem bewaffneten Angriff unweit des Weißen Hauses ist am 26. November die 20-jährige Nationalgardistin Sarah Beckstrom tödlich verletzt worden. Ein weiterer Soldat, der 24-jährige Andrew Wolfe, kämpft weiterhin um sein Leben. Beide gehörten zur Nationalgarde von West Virginia und waren erst im Sommer im Rahmen eines von Präsident Donald Trump veranlassten Sicherheitseinsatzes nach Washington, D.C. verlegt worden.
Angriff in unmittelbarer Nähe des Regierungsviertels
Der Angriff ereignete sich nach Angaben der Sicherheitsbehörden gegen 14:15 Uhr Ortszeit, nur zwei Häuserblocks vom Weißen Haus entfernt, in der Nähe der Metrostation Farragut West. Die Soldaten befanden sich zu diesem Zeitpunkt auf einer sogenannten „high-visibility patrol“, einer verstärkten Präsenzstreife im Regierungsviertel.
Der mutmaßliche Täter, ein 29-jähriger afghanischer Staatsbürger mit Wohnsitz im Bundesstaat Washington, wurde von anderen Nationalgardisten angeschossen und anschließend festgenommen. Die Behörden sprechen von einem „gezielten Angriff“ und prüfen ein mögliches terroristisches Motiv.
Weitreichende Reaktionen – Ermittlungen laufen
Präsident Trump bestätigte den Tod von Beckstrom am 27. November in einem Telefonat mit US-Soldaten und würdigte sie als „außergewöhnliche junge Frau“ und „Patriotin“. Infolge des Angriffs ordnete er die Entsendung weiterer 500 Soldaten nach Washington an.
Auch hochrangige Regierungsvertreter reagierten mit Betroffenheit.
Justizministerin Pam Bondi nannte die Tat „erschütternd“ und forderte Gebete für die Familien der Opfer.
FBI-Direktor Kash Patel sprach von einer „Soldatin mit ihrem ganzen Leben vor sich“.
Verteidigungsminister Pete Hegseth würdigte Beckstrom als „amerikanische Heldin“.
Hintergründe der Opfer: jung, engagiert, angesehen
Beckstrom trat erst im Juni 2023 in den Dienst und war Mitglied der 863rd Military Police Company. Ihre ehemalige High School im ländlichen West Virginia veröffentlichte ein Kondolenzschreiben und erinnerte an eine „starke, charakterfeste junge Frau, die ihre Schule stolz gemacht hat“.
Wolfe, der zweite angeschossene Soldat, absolvierte seine Ausbildung 2019 an der Musselman High School, wo er nach Angaben der Schule akademisch wie sportlich herausragte. Er befindet sich weiterhin in kritischem Zustand.
Angreifer festgenommen – Motiv weiterhin unklar
Der Verdächtige Rahmanullah Lakanwal überlebte den Schusswechsel und sitzt in Haft. Die Ermittler gehen einem möglichen terroristischen Hintergrund nach, schließen aber auch andere Motive nicht aus.
Die Ermittlungen des FBI, des Verteidigungsministeriums und der Bundesstaatsanwaltschaft laufen weiter.
Kommentar hinterlassen