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Nancy Pelosi im Abschiedsgespräch: „Vielleicht nicht in meiner Lebenszeit“ – Zur Zukunft weiblicher Präsidentschaften

qimono (CC0), Pixabay
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Nach fast 40 Jahren im US-Kongress verabschiedet sich Nancy Pelosi, die erste weibliche Sprecherin des Repräsentantenhauses, aus der aktiven Politik. In einem exklusiven Interview mit USA TODAY zieht sie Bilanz – mit Rückblicken, Klartext und Ausblick.

🟣 Frauen im Präsidentenamt?

Pelosi äußert sich skeptisch zur Frage, ob die USA schon bereit für eine Präsidentin sind. Zwar habe sie einst geglaubt, dass dies lange vor einer weiblichen Sprecherin geschehen würde, aber die Niederlagen von Hillary Clinton (2016) und Kamala Harris (2024) gegen Donald Trump hätten ihren Optimismus gedämpft.

„Vielleicht nicht in meiner Lebenszeit, aber in der nächsten Generation“, so Pelosi.

🔵 Rückzug & Bruch mit Biden

Ihr endgültiger Abschied sei für sie kein schwerer Schritt gewesen – „es war Zeit“. Auffällig ist: Nach ihrer entscheidenden Rolle beim Rückzug von Joe Biden aus dem Wahlkampf 2024 haben die beiden seither nicht mehr miteinander gesprochen, trotz jahrzehntelanger Zusammenarbeit.

🔴 Trump, zwei Amtszeiten und kein drittes Impeachment

Pelosi, die zwei Amtsenthebungsverfahren gegen Trump leitete, sieht für eine dritte Runde keinen Anlass, sollte die Demokraten 2026 das Repräsentantenhaus zurückerobern:

„Es muss einen triftigen Grund geben. Ein Impeachment ist keine Nebensache.“

Stattdessen ruft sie ihre Partei auf, Trumps „Terror“ zu bremsen und den Weg für eine Rückeroberung des Weißen Hauses 2028 zu ebnen.

🟢 Bilanz einer Machtkarriere

Pelosi nennt die Verabschiedung der Affordable Care Act (Obamacare) als ihren größten Erfolg, das Scheitern strengerer Waffengesetze als größte Enttäuschung. Ihr politisches Erbe ist einzigartig: Sie war Gegnerin von George W. Bushs Irak-Krieg, erbitterte Widersacherin Trumps und einflussreiche Unterstützerin von Obama und Biden.

🟠 Privates und Persönliches

Mit 85 Jahren will Pelosi mehr Zeit mit ihrer Familie verbringen. Ihr Mann Paul Pelosi leidet noch immer unter den Folgen eines brutalen Angriffs 2022. Auch ihre Tochter Christine Pelosi kandidiert für den Senat in Kalifornien – und hat laut ihrer Mutter gute Chancen.

Auf die Frage, was einst auf ihrem Grabstein stehen soll, entgegnet sie trocken:

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