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Ranghohe Politiker in Polen sind nach Angaben der Regierungspartei PiS das Ziel eines „großangelegten“ Cyberangriffs aus Russland geworden. PiS-Chef und Vizeregierungschef Jaroslaw Kaczynski erklärte heute, polnische und verbündete Geheimdienste seien zu dem „eindeutigen“ Ergebnis gekommen, dass der Cyberangriff „vom Territorium der russischen Föderation“ ausgegangen sei. Kaczynski sagte, die Cyberattacke habe darauf abgezielt, Polen zu „destabilisieren“.

Mehrere europäische Staaten bezichtigen Russland derartiger Aktivitäten der hybriden Kriegsführung. Die USA werfen Russland vor, sich gezielt in Wahlen in anderen Staaten einzumischen und Cyberangriffe auf Regierungsbehörden und Privatunternehmen zu organisieren.

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Ein Schweizer Gericht hat erstmals einen Angeklagten wegen Gräueltaten im liberianischen Bürgerkrieg verurteilt. Das Gericht in der Stadt Bellinzona sprach den Liberianer Alieu Kosiah heute wegen Kriegsverbrechen im ersten der zwei blutigen Konflikte in dem westafrikanischen Land ab 1989 schuldig. Er erhielt eine 20-jährige Haftstrafe. Der 46-Jährige war 2014 in der Schweiz festgenommen worden.

Ihm wird zur Last gelegt, als Kommandant einer Miliz eine Reihe von Kriegsverbrechen begangen zu haben. Die Richter befanden ihn in 21 der 25 Anklagepunkte für schuldig, darunter Anordnung und Beteiligung an der Tötung von Zivilisten und unbewaffneten Soldaten, Vergewaltigung, Einsatz von Kindersoldaten und die Anordnung von Plünderungen.

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Der Iran wählt mitten in Wirtschaftskrise und Beratungen über eine Wiederbelebung des Atomabkommens einen neuen Präsidenten. Mit ersten Ergebnissen der heutigen Wahl wird für für morgen gerechnet. Als Favorit gilt der erzkonservative Geistliche und Chef der Justiz, Ebrahim Raisi. Sein gemäßigter Konkurrent ist der frühere Notenbankchef Abdolnasser Hemmati.

Raisi ist ein Vertrauter des geistlichen und politischen Oberhaupts des Iran, Ajatollah Ali Chamenei. Dieser rief in Teheran seine Landsleute auf, wählen zu gehen. „Jede Stimme zählt. Es ist wichtig für die Zukunft eures Landes.“ Allerdings dürfte Umfragen zufolge die Wahlbeteiligung mit 44 Prozent deutlich niedriger ausfallen als 2017 mit 73,3 Prozent. Die Wahllokale schließen um 21.30 Uhr (MESZ), ihre Öffnungszeit kann um zwei Stunden verlängert werden.

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