Im Nahen Osten brodelt’s weiter ordentlich: Israel soll laut iranischen Angaben a Gasanlage im Süden vom Iran attackiert haben – direkt verbunden mit’m riesigen South-Pars-Feld im Persischen Golf. Dort hat’s ordentlich gebrannt, Teile von Tanks und a Raffinerie san beschädigt worden. Mittlerweile ham’s das Feuer halbwegs unter Kontrolle, heißt’s aus Teheran.
Des South-Pars-Feld – gemeinsam mit Katar als North Dome genutzt – is koa Kleinigkeit: des is des größte bekannte Gasvorkommen weltweit. Für den Iran liefert’s rund 70 Prozent vom Erdgas. Wenn dort was passiert, spürt ma des ned nur regional.
Und genau des sieht ma jetzt: Die Ölpreise san gleich wieder ang’zogen. Ein Fass Brent hat am Mittwoch über 108 Dollar kostet – gut viereinhalb Prozent mehr als noch am Tag davor. Anfang der Woche war’s noch unter 100 Dollar. Heißt: Die Märkte reagieren sofort, wenn’s dort unten kracht.
Katar is entsprechend angefressen und hat den Angriff scharf verurteilt. Von einem „gefährlichen und unverantwortlichen Schritt“ is die Rede. Angriffe auf Energieanlagen seien a Risiko für die ganze Welt – für Versorgung, Umwelt und die Leute vor Ort sowieso. Gleichzeitig ruft Doha alle Seiten zur Zurückhaltung auf. Klingt vernünftig, hilft aber aktuell a ned viel.
Laut Berichten aus Israel soll der Angriff sogar mit Zustimmung der USA passiert sein. Offiziell bestätigt is des aber bisher ned.
Der Iran wiederum lässt sich ned einschüchtern und droht gleich zurück: Man könnte selbst Gasfelder und Raffinerien in Ländern wie Saudi-Arabien, Katar oder den Emiraten ins Visier nehmen. Also genau dort, wo’s für den Westen und den Weltmarkt richtig weh tun würd.
Parallel versuchen einige Länder, den Schaden zu begrenzen. So will etwa der Irak wieder mehr Öl über die Türkei exportieren, um die heikle Straße von Hormus zu umgehen. Ob des reicht, bleibt fraglich.
Unterm Strich: Jeder Angriff auf die Energie-Infrastruktur treibt die Nervosität weiter nach oben – und mit ihr die Preise. Und solange sich die Lage ned beruhigt, bleibt’s a ziemlich zache G’schicht für die Weltwirtschaft.
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