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Mutter eines inhaftierten Migranten ist Schumers Ehrengast bei Trumps Rede zur Lage der Nation

Clker-Free-Vector-Images (CC0), Pixabay
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Eine Mutter aus der Bronx, deren Sohn von US-Einwanderungsbehörden festgenommen wurde, wird als persönlicher Gast des demokratischen Minderheitsführers im Senat, Chuck Schumer, an der Rede von Präsident Donald Trump zur Lage der Nation teilnehmen. Das bestätigte USA TODAY exklusiv.

Während Trump am 24. Februar vor dem Kongress Bilanz über die Erfolge seiner Regierung ziehen will – darunter seine verschärfte Migrationspolitik –, möchte Raiza Contreras auf die Auswirkungen dieser Maßnahmen auf ihre Familie aufmerksam machen.

„Es ist eine Gelegenheit, zumindest Aufmerksamkeit auf seinen Fall und viele andere Ungerechtigkeiten zu lenken“, sagte die 41-jährige Venezolanerin im Gespräch. „Es betrifft nicht nur mich.“


Festnahme nach routinemäßigem Gerichtstermin

Ihr Sohn Dylan (21) war im Mai 2025 bei einem regulären Termin vor einem Einwanderungsgericht in Manhattan festgenommen worden. Laut seinen Anwälten hat er keine Vorstrafen und war 2024 über ein unter Präsident Biden eingeführtes Programm legal ins Land eingereist.

Nach der Anhörung, bei der Regierungsanwälte seinen Asylantrag zurückzogen, wurde Dylan im Aufzug des Gerichtsgebäudes von zwei Zivilbeamten der Einwanderungsbehörde ICE festgenommen. Mutter und Sohn hätten mangels ausreichender Englischkenntnisse und ohne Anwalt nicht verstanden, was im Gerichtssaal genau geschehen war, so die Verteidigung.

Dylan befindet sich seither im privat betriebenen Moshannon Valley Processing Center in Pennsylvania – mehr als 400 Kilometer von New York entfernt.

Streit um Rechtmäßigkeit

Das Heimatschutzministerium hatte zuvor erklärt, Dylan sei an der Grenze aufgegriffen, aber unter der vorherigen Regierung ins Land entlassen worden. Personen, die illegal eingereist seien, unterlägen grundsätzlich beschleunigten Abschiebungsverfahren – es sei denn, sie könnten eine glaubhafte Verfolgungsgefahr nachweisen.

Dylans Anwälte widersprechen: Er habe über die damalige CBP-One-App einen Termin vereinbart und sei legal per humanitärem Parole-Status eingereist. Er erhielt eine Arbeitserlaubnis, besuchte eine Schule in der Bronx und strebte einen dauerhaften Aufenthaltsstatus als „Special Immigrant Juvenile“ an.

Im September lehnte eine Einwanderungsrichterin seinen Asylantrag ab. Gegen diese Entscheidung läuft derzeit ein Berufungsverfahren. Zusätzlich beantragten seine Anwälte vor einem Bundesgericht eine Haftprüfung, um eine Freilassung gegen Kaution zu erreichen.

„Die Regierung kämpft mit allen Mitteln dagegen, ihm auch nur dieses Mindestmaß an rechtsstaatlichem Verfahren zu gewähren“, sagte seine Anwältin Kate Fetrow von der New York Legal Assistance Group.

Eine Familie in Wartestellung

Dylan war nach seiner Einreise wieder mit seiner Mutter sowie seinen jüngeren Geschwistern (8 und 10 Jahre alt) vereint worden. Er besuchte die ELLIS Preparatory Academy für neu zugewanderte Jugendliche, lernte Englisch und arbeitete als Lieferfahrer. Zu Hause habe er eine wichtige Stütze für die Familie dargestellt, berichtet seine Mutter.

Heute wirkt die Wohnung leer. In seinem Zimmer bewahrt Contreras seine Gitarre und Kleidung auf – in der Hoffnung auf seine baldige Rückkehr.

„Du bist nicht tot“, sagt sie ihrem Sohn bei Telefonaten aus der Haft. „Du wirst zurückkommen.“

Mit ihrer Einladung zur Rede des Präsidenten will Schumer nach eigenen Worten ein Zeichen setzen:
„Dylan hat die Regeln befolgt. Er ist legal eingereist, hat gearbeitet, die Schule besucht und ist zu seinen Gerichtsterminen erschienen. Trotzdem wurde die Familie auseinandergerissen.“

Der Fall steht exemplarisch für eine Praxis, bei der Migranten bei routinemäßigen Gerichtsterminen festgenommen werden – ein Vorgehen, das in New York zuletzt tausendfach dokumentiert wurde und politisch stark umstritten ist.

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