Elon Musk hat wieder zugeschlagen. Für eine Milliarde Dollar hat er Tesla-Aktien gekauft – und damit den Kurs seiner eigenen Firma nach oben katapultiert. Die Börse jubelt, Analysten reden von einem „Vertrauensbeweis“. Doch in Wahrheit ist es vor allem eines: ein Milliardär, der seine Machtposition zementiert.
Milliardenschweres Ego-Investment
Mehr als 2,5 Millionen Aktien hat Musk am Freitag eingesammelt – sein erster Kauf seit 2020. Damals hatte er Papiere abgestoßen, um den Twitter-Deal (heute X) zu finanzieren. Nun zeigt er wieder, wer das Sagen hat: Musk hält rund 20 Prozent an Tesla, gut 250 Milliarden Dollar schwer. Aber das reicht ihm nicht. Er träumt offen von 25 Prozent, um noch unantastbarer zu werden.
Und just im November stimmt die Hauptversammlung über ein neues Vergütungspaket ab – eine gigantische Wette: Wenn Tesla binnen zehn Jahren auf 8,5 Billionen Dollar Börsenwert steigt, winken Musk Aktien im Wert von einer Billion. Eine Fantasiezahl, die nur einer ernsthaft ausspricht: Musk selbst.
Von Autos zum Alleskönner
Offiziell geht es längst nicht mehr um Autos. Musk schwärmt von Robotaxis und humanoiden Robotern – Zukunftsvisionen, die den Autokonzern irgendwann überstrahlen sollen. Der Haken: In beiden Bereichen gibt es bereits harte Konkurrenz. Aber Musk wäre nicht Musk, wenn er nicht verspräche, dass Tesla selbstverständlich die Welt verändern wird.
Politik, Rückschläge und Personenkult
Dass Tesla zuletzt mit Absatzrückgängen kämpfte – auch weil Musk mit seiner Nähe zu Donald Trump Investoren vergraulte – wird von der Fangemeinde überhört. Verwaltungsratschefin Robin Denholm stellt klar: Ohne Musk gehe gar nichts. Eine Aussage, die eher nach Personenkult klingt als nach solider Unternehmensführung.
Fazit: Musk spielt Monopoly – mit echtem Geld
Mit dem Milliardenzukauf schickt Musk eine Botschaft: „Ich bleibe der Chef, und ich bleibe unersetzbar.“ Für Tesla-Anleger ist das ein zweischneidiges Schwert: Einerseits treibt Musk den Kurs, andererseits hängt das Schicksal des Konzerns gefährlich stark von einem Mann ab – dessen größte Leidenschaft darin besteht, das Spielbrett immer wieder neu zu erfinden.
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