Allgemeines

Moin

ChristopherPluta (CC0), Pixabay
Teilen

Ein Gericht in Bangladesch hat Friedensnobelpreisträger Muhammad Yunus zu sechs Monaten Haft verurteilt, weil er mit dem gemeinnützigen Teil seiner Firma Arbeitsrecht verletzt haben soll. Zudem müssten der 83-jährige Erfinder des Mikrokredits sowie drei weitere Führungskräfte seines Betriebes je ein Bußgeld von 30.000 Taka (rund 247 Euro) bezahlen, hieß es heute von dem Gericht in der Hauptstadt Dhaka. Yunus Unterstützer kritisierten das Urteil, es sei politisch motiviert. Verwiesen wurde darauf, dass Yunus einst Ambitionen hatte, eine eigene Partei zu gründen. Er habe damit die zunehmend autokratisch auftretende Premierministerin Sheikh Hasina provoziert. Yunus und seiner Grameen Bank wurde im Jahr 2006 der Friedensnobelpreis verliehen, weil er mit kleinen Darlehen vielen Menschen geholfen hat, der Armut zu entfliehen. Premierministerin Hasina wirft ihm hingegen vor, Steuern zu vermeiden und mit seinen Krediten „das Blut der Armen zu saugen“. Menschenrechtsorganisationen werfen der 76-jährigen Regierungschefin wiederum vor, gezielt ihre politische Opposition auszuschalten – besonders vor der anstehenden Wahl Ende der Woche.

+++++++++++++++++++++++++++++++++++++

Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben im Gazastreifen einen Kommandanten der islamistischen Hamas getötet, der bei dem Terrorangriff auf israelische Grenzorte am 7. Oktober führend beteiligt gewesen sein soll. Der Kommandant der Einheit „Nuchba“ (Deutsch: Elite) in Deir al-Bala im zentralen Abschnitt des Gazastreifens sei bei einem Luftangriff getötet worden, teilte Israels Militär mit. Von der Hamas gab es dazu zunächst keine Reaktion. In der Stellungnahme der Armee hieß es, der Kommandant habe am 7. Oktober „Hamas-Terroristen befehligt, die den brutalen Angriff auf den Kibbuz Kissufim verübten“. Er habe die Angreifer auch zu anderen Grenzorten wie Be’eri und Nirim geführt. Auch nach dem Massaker am 7. Oktober sei er an Kämpfen gegen israelische Soldaten im Gazastreifen beteiligt gewesen. Das neue Jahr hat in Israel mit Raketenangriffen der Hamas und im Gazastreifen mit weiterem Beschuss durch die israelische Armee begonnen. Die Angriffe auf den Süden Israels und die Stadt Tel Aviv begannen genau um Mitternacht (Ortszeit, 22 Uhr MEZ), wie Journalisten der Nachrichtenagentur AFP berichteten. Bei nächtlichen Angriffen der israelischen Armee im Gazastreifen starben nach palästinensischen Angaben mindestens 24 Menschen.

+++++++++++++++++++++++++++++++++

Der Tourismus in Italien hat das Niveau von vor der Pandemie wieder erreicht. 2023 wurden 445,3 Millionen Übernachtungen gemeldet, was einem Anstieg von 8,1 Prozent gegenüber dem Jahr zuvor entspricht. 2019 waren 436,7 Millionen Übernachtungen gemeldet worden, geht aus einer heute veröffentlichten Studie des Touristikerverbands Assoturismo Confesercenti hervor. Am stärksten ist die touristische Nachfrage in den Kunststädten (plus 11,4 Prozent) und in den Bergortschaften (plus 11,1 Prozent) gewachsen. In Kurorten wurde ein Plus von 10,2 Prozent gemeldet. Vorangetrieben wurde das Wachstum von ausländischen Touristen. Bei der Anzahl italienischer Besucher kam es mit insgesamt 216,8 Millionen Übernachtungen zu einem Anstieg um 2,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

 

Kommentar hinterlassen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Kategorien

Ähnliche Beiträge
Allgemeines

A:Danone ruft erneut Babynahrung zurück – über 90 Chargen betroffen

Der Lebensmittelkonzern Danone hat in Abstimmung mit den Aufsichtsbehörden einen weiteren großflächigen...

Allgemeines

USA: Höchste Zahl an Stellenstreichungen seit 2009 – Wirtschaft vor dem Abschwung?

Der US-amerikanische Arbeitsmarkt sendet zum Jahresbeginn alarmierende Signale. Wie die Unternehmensberatung Challenger,...

Allgemeines

Starmer in der Krise: Mandelson-Affäre bringt Premier in Bedrängnis

Der britische Premierminister Keir Starmer steht nach der Ernennung von Peter Mandelson...

Allgemeines

Touristen-Chaos: Japanische Stadt sagt Kirschblütenfest ab

Ausgerechnet in der Hochsaison der berühmten japanischen Kirschblüte zieht eine Kleinstadt in...