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Mitleidswahl oder Solidarität?

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Einen Tag nach einem Mordanschlag auf sie ist die parteilose Henriette Reker im ersten Anlauf zur Oberbürgermeisterin von Köln gewählt worden. Die 58-Jährige setzte sich gestern gegen sechs weitere Bewerber durch und erreichte mit 52,7 Prozent die absolute Mehrheit – während sie in einer Klinik im künstlichen Koma lag. Reker ist die erste Frau auf dem Chefsessel im Rathaus der viertgrößten Stadt Deutschlands. Wann sie ihr Amt antreten kann, ist unklar. Nach Angaben der behandelnden Ärzte kann sie aber mit einer vollen Genesung rechnen.

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