Der republikanische Senator Mitch McConnell aus Kentucky ist am Donnerstag, dem 16. Oktober, in einem Bürogebäude des US-Senats gestürzt, als er von einer Aktivistin wegen der Einwanderungspolitik von Präsident Donald Trump zur Rede gestellt wurde.
Auf einem Video des Vorfalls ist zu sehen, wie sich eine junge Frau, die sich als Stella identifiziert, dem 83-jährigen Senator nähert. Sie stellte ihm eine direkte Frage:
„Unterstützen Sie es, dass ICE arbeitende Menschen von der Straße holt und entführt?“
Während McConnell um die Ecke eines Schreibtisches geht, stolpert er und fällt auf die Seite. Mit einem Arm fängt er sich ab und greift nach einem Mann neben ihm, der ihm zusammen mit einem Capitol-Polizisten wieder aufhilft. Danach winkte McConnell kurz und schien sogar zu lächeln.
„Alles in Ordnung“, sagt sein Team
McConnells Pressesprecherin Stephanie Penn bestätigte gegenüber USA TODAY, dass es ihm nach dem Sturz gut gehe.
„Es ist alles in Ordnung“, sagte sie. Der Senator habe danach wie geplant abgestimmt und sei bereit gewesen, später am Nachmittag erneut abzustimmen – über eine Maßnahme zur Finanzierung der nationalen Verteidigung.
Der Vorfall ereignete sich vor einer Abstimmung im Senat über ein Verteidigungsausgabengesetz, das trotz des laufenden Regierungsstillstands vorangetrieben wird.
Kritik von Jugendbewegung Sunrise Movement
Die Aktivist*innen, die McConnell ansprachen, gehören zur Sunrise Movement, einer progressiven Jugendorganisation, die regelmäßig am Kapitol demonstriert – insbesondere in Bezug auf Klimaschutz.
In einer Stellungnahme gegenüber USA TODAY äußerte sich die Organisation scharf über McConnells Alter und die politische Führung der USA insgesamt:
„Mitch McConnell konnte nicht einmal eine einfache Frage beantworten, ohne hinzufallen“, sagte Aru Shiney-Ajay, Geschäftsführerin der Sunrise Movement. „Beide Parteien werden von greisen Politikern geführt, die schon länger im Amt sind, als wir leben. Ihre Inkompetenz und Machtgier sind nicht nur peinlich – sie sind teuer, und die amerikanische Bevölkerung bezahlt den Preis dafür.“
Gesundheitliche Sorgen um McConnell
McConnell hatte in den vergangenen Jahren immer wieder mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. Im Februar stürzte er zweimal und verließ das Kapitol in einem Rollstuhl. Zudem fror er mehrfach während Pressekonferenzen ein und reagierte nicht auf Fragen – was zu Spekulationen über seinen Gesundheitszustand führte.
Die US-Kapitolpolizei äußerte sich bislang nicht zu dem Vorfall. Aufgrund des Regierungsstillstands ist das Pressebüro derzeit geschlossen; laut automatischer E-Mail werden Anfragen nur bei „kritischen Vorfällen“ bearbeitet.
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