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Mission: Digitales Handwerk – oder: Wie man mit 7.980,69 € die digitale Welt erobert (vielleicht)

Alexas_Fotos (CC0), Pixabay
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Digitalisierung im Handwerk? Läuft! Also… zumindest bilanziell irgendwie. Die Mission-Digitales-Handwerk GmbH hat ihren Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 veröffentlicht – und der ist so knapp wie der Speicherplatz auf einem USB-Stick von 2006.

Zwischen dem 31. März und dem 31. Dezember 2023 – also exakt neun Monate, was uns unweigerlich an eine Schwangerschaft denken lässt – hat das Unternehmen stolze 4.519,31 € an Umlaufvermögen verloren. Vielleicht war’s ein teures Digitalisierungs-Baby. Vielleicht auch nur ein sehr großer Kaffeevollautomat fürs Büro.

Immerhin: Am Ende des Geschäftsjahres bleiben 7.980,69 € auf der Aktivseite. Da kann man sich schon mal ein paar Cloud-Lizenzen und vielleicht noch einen WLAN-Router leisten – wenn er im Angebot ist.

Eigenkapital: Hat sich halbiert – aber hey, immerhin noch da!

Noch lustiger ist die Passivseite: Das Eigenkapital hat sich fast halbiert und liegt nun bei 5.452,77 € – wer sagt denn, dass digitales Unternehmertum nicht auch entschlackend wirkt?

Dazu gesellen sich 950 € Rückstellungen (vielleicht für das nächste Office-Abo?) und 1.577,92 € Verbindlichkeiten, die innerhalb eines Jahres fällig sind. Hoffentlich nicht an den Pizzalieferdienst, denn da geht’s schnell in die Mahnstufe 3.

Festgestellt mit Handschlag und Hoffnung

Der Abschluss wurde am 17. Juli 2025 festgestellt – vermutlich mit dem Brustton der Überzeugung und dem Satz: „Also gut, schlimmer kann’s nicht werden.“

Und doch: Es besteht Hoffnung. Schließlich spricht die Länge des Geschäftsjahres (neun Monate!) für eine gewisse Tragweite. Vielleicht ist 2024 ja das Jahr, in dem das digitale Baby auf die Welt kommt, laufen lernt und irgendwann auch Umsätze generiert.

Die Registerangaben lassen zumindest keinen Zweifel: Es handelt sich um ein offiziell eingetragenes Unternehmen, geführt im Handelsregister unter der Nummer 728543, mit dem stolzen Namen Mission-Digitales-Handwerk GmbH. Das klingt nach Silicon Valley. Oder zumindest nach WiFi in der Werkstatt.

Fazit: Wenig Geld, viel Mission

Kurz gesagt: Die Bilanz ist klein, die Mission groß, und das Unternehmen lebt – zumindest auf dem Papier. Vielleicht ist die Mission Digitales Handwerk ja wie ein alter PC: Man weiß nicht genau, wie er noch funktioniert, aber solange das Lämpchen leuchtet, gibt man die Hoffnung nicht auf.

In diesem Sinne: Weiter so, digitale Helden von Stockach. Der Weg ist das Ziel. Und der Kontostand… nun ja, der ist immerhin nicht null. Noch nicht.

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