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Misshandelte Pferde – Spur grausamer Fetisch-Videos führt nach Nordrhein-Westfalen

pxel_photographer (CC0), Pixabay
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Immer wieder tauchen im Internet verstörende Videos von Pferden auf, die offensichtlich gequält werden. Nach Recherchen von MDR INVESTIGATIV steckt dahinter offenbar ein geschäftsmäßiger Missbrauch: Tierquälerei wird gezielt inszeniert, um mit den Aufnahmen Geld zu verdienen.

Hinweise aus der Pferdeszene

Den Stein ins Rollen brachten Hinweise aus der Pferdeszene. Mehrere Insider berichteten unabhängig voneinander, dass einzelne Pferdehalter ihre Tiere nicht nur schlecht behandeln, sondern Misshandlungen bewusst filmen, um sie anschließend in bestimmten Online-Kreisen weiterzugeben oder zu verkaufen.

Verdächtiger Hof in Nordrhein-Westfalen

Die Spur der Rechercheure führte zu einem Hof in Nordrhein-Westfalen. Dort soll eine Person wiederholt Pferde misshandelt haben. Nach Angaben von Zeugen soll es gezielte Inszenierungen von Gewalt gegeben haben – etwa Schläge oder den Zwang zu unnatürlichen Bewegungen, die den Tieren Schmerzen zufügen.

Ein Markt im Verborgenen

Die Videos kursieren in geschlossenen Online-Gruppen und auf dubiosen Plattformen. Dort werden sie teilweise für Geld angeboten. Der Markt ist schwer zu kontrollieren, da die Anbieter auf Anonymisierung und verschlüsselte Kommunikationswege setzen. Tierschutzorganisationen sprechen von einem lukrativen Nischen-Geschäft, das auf Kosten der Tiere betrieben wird.

Reaktionen von Experten

Tierschützer und Juristen fordern ein konsequentes Vorgehen: „Solche Videos sind nicht nur Ausdruck von schwerer Tierquälerei, sie zeigen auch, wie Tiere gezielt zu Objekten sexueller oder sadistischer Fetische degradiert werden“, sagt ein Sprecher einer bundesweiten Tierschutzorganisation.

Auch Strafverfolger stehen vor Herausforderungen. Zwar sind Tierquälerei und die Verbreitung entsprechender Aufnahmen in Deutschland strafbar, doch die Szene verlagert sich zunehmend ins Ausland oder ins Darknet. Damit wird es für Ermittlungsbehörden schwierig, Täter zu identifizieren und zur Rechenschaft zu ziehen.

Forderung nach strengeren Kontrollen

Der Fall wirft die Frage auf, ob die bestehenden Tierschutzgesetze und Kontrollen ausreichen. Experten mahnen eine engere Überwachung von Pferdehaltungen an – etwa durch unangekündigte Kontrollen oder den Einsatz spezieller Ermittlungsgruppen, die sich mit Online-Tierquälerei befassen.

Missbrauch mit System

Die Recherchen zeigen: Es handelt sich nicht um Einzelfälle, sondern um ein systematisches Problem. Pferde, traditionell als Sport- und Freizeitpartner hoch geschätzt, werden hier zu Objekten von Missbrauch und Profitgier degradiert.

Die Ermittlungen gegen den in Nordrhein-Westfalen ansässigen Verdächtigen laufen weiter. Ob es gelingt, den gesamten Hintergrund des Netzwerks aufzudecken, ist bislang offen.

1 Komment

  • Das ist ohne Worte, was gibt es für ekelhafte Menschen auf der Welt. Die sollte man für immer einsperren. Ich hoffe man findet dieses kranke Pack und kann das gesamte Netzwerk zerschlagen

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