Ein massiver Wintersturm hat große Teile der Vereinigten Staaten heimgesucht – mit tödlichen Folgen. Mindestens sieben Menschen kamen bislang ums Leben, über 800.000 Haushalte sind ohne Strom. Schulen bleiben geschlossen, tausende Flüge wurden gestrichen. Der nationale Wetterdienst NWS spricht von „lebensbedrohlichen Bedingungen“ – von Texas bis Neuengland.
Zwei Menschen starben laut Behörden in Louisiana an Unterkühlung. Weitere Todesopfer gab es in Texas, Tennessee und Kansas. In New York meldete Bürgermeister Zohran Mamdani fünf Todesfälle, deren Ursachen noch unklar seien – man vermute jedoch, dass sie kältebedingt seien.
Meteorolog*innen warnen, dass sich Schnee, Eisregen und gefährliches Blitzeis noch tagelang halten könnten – betroffen sind rund 180 Millionen Menschen, mehr als die Hälfte der US-Bevölkerung. „Das Eis wird sehr langsam schmelzen – das erschwert jede Art von Hilfeleistung“, sagte Wetterexpertin Allison Santorelli gegenüber CBS News.
In Kansas wurde eine Frau tot im Schnee gefunden – man geht davon aus, dass sie erfroren ist. Auch in Tennessee wurden drei weitere kältebedingte Todesfälle gemeldet.
New Yorks Gouverneurin Kathy Hochul sprach von einer „arktischen Belagerung“, wie man sie seit Jahren nicht mehr erlebt habe. Ähnliche Warnungen kamen aus Kentucky, wo statt Schnee nun großflächig gefährliches Eis die Oberhand gewinnt. Der Gouverneur sprach von „schlechten Nachrichten“ für den Bundesstaat.
In zahlreichen Bundesstaaten – fast der Hälfte der USA – wurden bereits Notstände ausgerufen. Die US-Hauptstadt Washington erlebt laut Bürgermeisterin Muriel Bowser „den heftigsten Schneesturm seit einem Jahrzehnt“. Auch in Kanada kam es zu hunderten Flugausfällen und Schneefällen von bis zu 30 Zentimetern in Ontario.
Wetterforscher führen den Sturm auf einen geschwächten Polarwirbel zurück – ein kalter Luftstrom aus der Arktis, der ungewöhnlich weit nach Süden vorgedrungen ist. Die Folge: Extremtemperaturen und heftige Wetterumschwünge, vor allem in südlichen Staaten, die solche Kälte kaum gewohnt sind.
Ein Ende ist noch nicht in Sicht – Experten rechnen mit anhaltendem Frost bis in den Februar hinein.
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