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Mindestens sieben Tote bei Erdrutsch in Indonesien – Dutzende vermisst

RobVanDerMeijden (CC0), Pixabay
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Eine gewaltige Schlammlawine hat das Dorf Pasirlangu in der Provinz West-Java erschüttert und mindestens sieben Menschen das Leben gekostet. Mehr als 80 weitere Personen gelten als vermisst, teilte die nationale Katastenschutzbehörde am Sonntag mit.

Die Katastrophe ereignete sich am frühen Samstagmorgen gegen 2:30 Uhr Ortszeit (Freitag, 19:30 GMT), nachdem tagelange, heftige Regenfälle die Hänge rund um die Region destabilisiert hatten.

Laut Angaben der Behörden wurden über 30 Häuser vollständig zerstört, als sich tonnenweise Erdreich und Geröll lösten und durch das Dorf rollten. „Landslide-Material hat Wohngebiete unter sich begraben und Todesopfer sowie zahlreiche betroffene Bewohner verursacht“, hieß es in einem offiziellen Statement.

Rettungsteams konnten bislang 24 Menschen lebend bergen, doch die Hoffnung auf weitere Überlebende schwindet. Der Kommunikationschef der nationalen Such- und Rettungsagentur, Abdul Muhari, sprach von „schwierigen Bedingungen“, da die Schlammmasse viele Straßen blockiere und Rettungsmaßnahmen erschwere.

Warnungen vor weiteren Erdrutschen und Überschwemmungen wurden für die gesamte Region ausgegeben. Die Meteorologiebehörde mahnt angesichts des anhaltend schlechten Wetters zur Vorsicht – viele Gebiete rund um Jakarta und West-Java gelten derzeit als besonders gefährdet.

Bilder aus der Region zeigen massiv beschädigte Häuser, zerstörte Straßen und verzweifelte Angehörige, die in Gummistiefeln und mit bloßen Händen nach Vermissten graben.

Erdrutsche sind in Indonesien besonders während der Regenzeit zwischen November und März keine Seltenheit. Die Kombination aus steilen Hängen, dichter Besiedelung und oft unzureichenden Frühwarnsystemen macht viele ländliche Regionen anfällig für solche Katastrophen.

Die Regierung hat angekündigt, Soforthilfe und Notunterkünfte bereitzustellen. Präsident Joko Widodo rief die Behörden auf, „alles zu tun, um weitere Opfer zu verhindern“ und versprach, den betroffenen Familien beizustehen.

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