In Südindien ist es bei einer politischen Kundgebung zu einer Tragödie gekommen: Mindestens 39 Menschen, darunter mehrere Kinder, sind in der Stadt Karur (Bundesstaat Tamil Nadu) ums Leben gekommen, nachdem es in der dicht gedrängten Menge zu einer Massenpanik kam.
Das Geschehen
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Zehntausende Anhänger hatten sich am Samstag zu einer Wahlkampfveranstaltung des Schauspielers und Politikers Vijay versammelt.
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Laut lokalen Medien verzögerte sich der Beginn des Auftritts um mehrere Stunden. In der Hitze sollen zahlreiche Menschen ohnmächtig geworden sein.
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Bilder zeigten chaotische Szenen: auf der Straße lagen verstreute Schuhe und Wasserflaschen.
Offizielle Zahlen
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39 Tote: darunter 17 Frauen, 13 Männer und 9 Kinder.
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51 Verletzte werden in Krankenhäusern behandelt, viele davon schwer.
Reaktionen
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Tamil-Nadu-Ministerpräsident M.K. Stalin sprach den Angehörigen sein Beileid aus und kündigte Entschädigungszahlungen von 1 Mio. Rupien (ca. 11.300 Dollar) pro Opferfamilie an.
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Politiker Vijay zeigte sich in einer Online-Erklärung „untröstlich“ und sprach von „unbeschreiblichem Schmerz“.
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Premierminister Narendra Modi nannte den Vorfall „tieftraurig“ und versprach Unterstützung.
Hintergrund
Massenpaniken sind in Indien keine Seltenheit. Immer wieder kommt es bei religiösen Festen oder Großveranstaltungen zu ähnlichen Unglücken, zuletzt etwa beim Kumbh-Mela-Fest oder vor einem Cricket-Stadion.
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