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Migration Weltweit

charlygutmann (CC0), Pixabay
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Die Zahl der weltweit Vertriebenen ist im Jahr 2023 und bislang auch im Jahr 2024 weiter gestiegen und hat einen neuen Höchststand erreicht. Laut dem „Global Trends Report“ des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR waren bis Mai 2024 etwa 120 Millionen Menschen von Vertreibung betroffen. Dies markiert das 12. Jahr in Folge mit steigenden Vertreibungszahlen. Das UNHCR führt dies auf „neue und sich verändernde Konflikte“ sowie „das Unvermögen, bestehende Krisen zu lösen“ zurück.

Insbesondere der schwere Konflikt im Sudan hat zu einem Anstieg der Zahlen beigetragen. Im jährlichen UNHCR-Bericht zu Flucht und Vertreibung wird vermerkt, dass seit April 2023 mehr als 7,1 Millionen Menschen innerhalb des Sudan vertrieben wurden, während weitere 1,9 Millionen ins Ausland geflohen sind. Insgesamt waren bis Ende 2023 10,8 Millionen Sudanesen auf der Flucht. In der Demokratischen Republik Kongo und in Myanmar wurden im vergangenen Jahr Millionen von Menschen durch heftige Kämpfe innerhalb ihrer Länder vertrieben.

Das UNO-Palästinenserhilfswerk UNRWA schätzt, dass bis Ende des vergangenen Jahres bis zu 1,7 Millionen Menschen (75 Prozent der Bevölkerung) im Gazastreifen „durch die katastrophale Gewalt vertrieben wurden“, wobei viele palästinensische Flüchtlinge mehrfach fliehen mussten. Syrien bleibt mit 13,8 Millionen Vertriebenen innerhalb und außerhalb des Landes nach wie vor die größte Vertreibungskrise weltweit.

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