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„Mieten wie in Monopoly: Der amerikanische Traum kostet jetzt extra“

pcdazero (CC0), Pixabay
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Willkommen in den Vereinigten Staaten von Inflation, wo ein durchschnittlicher Mietvertrag inzwischen mehr kostet als ein gebrauchter Kleinwagen – aber immerhin gibt’s in Bozeman, Montana dafür manchmal einen Gratis-iPad oder eine Skipass-Finanzierung dazu!

Ein Haus für jeden? Nein, aber ein Antragsformular für 400 Personen auf 40 Wohnungen in Carlisle.
Das neu eröffnete „Harbor Village“ in Pennsylvania ist das Ergebnis von sieben Jahren Arbeit, 18 Millionen Dollar Investitionen und der Hoffnung, dass „bezahlbar“ nicht nur ein Relikt aus der Prä-Covid-Ära ist. Die Warteliste? Länger als das Vorstrafenregister eines Lobbyisten. Der Mietpreis? Stolze 1.259 Dollar für die Ehre, in einem Ort mit Blockbuster-Wachstum leben zu dürfen.

Manhattan, Kansas – das neue Upper East Side?
Während New Yorks Manhattan wenigstens noch einen Broadway hat, glänzt das Pendant in Kansas mit 14 % Mietanstieg und vermutlich einer Dollar-General-Filiale mit Premiumpreisen. Abilene, Shreveport, Grand Forks – Städte, von denen man dachte, sie seien erfunden – holen beim Mietwahnsinn auf. Die Pre-Korona-Mieten? In etwa so aktuell wie Faxgeräte.

Bauen, bis der Beton bröckelt – oder: Wie man eine Krise stabilisiert, ohne sie zu lösen.
Experten erklären beruhigend, dass die Mieten sich nun „stabilisiert“ haben. Nur dass das neue Normal halt 31 % über dem alten liegt. Die Hoffnung? Nicht etwa sinkende Mieten, sondern Gehälter, die irgendwann mutig hinterherwinken.

Bozeman und Austin: Hier fällt die Miete – und ein Gratis-TV fällt gleich mit.
Wer dachte, Kapitalismus hätte keinen Humor, hat noch keine Wohnung in Bozeman gesucht. Zwei Monate mietfrei! Ein Ski-Pass obendrauf! Nur keine Illusionen, dass die Preise wirklich fallen – sie tarnen sich lediglich als Schnäppchen.

Und dann ist da noch Trump.
Wählerinnen und Wähler wählten im Wahljahr 2024 erneut Donald Trump – offenbar in der Hoffnung, dass jemand, der selbst goldene Toiletten besitzt, sicher weiß, wie man Wohnraum bezahlbar macht. Seine Lösung? Zölle, Grenzschließungen und ein „big, beautiful bill“, das laut Elon Musk ein „steuerpolitischer Alptraum“ sei – aber hey, alles für den Markt!

Fazit:
Amerikas Mietmarkt hat sich in ein Escape Room verwandelt: Der Ausgang ist unklar, das Licht flackert, und der einzige Hinweis ist ein Flyer mit dem Satz „Wir empfehlen Doppelverdiener ohne Kinder und mit Nebenjob“. Die Inflation mag zurückgehen, aber die Miete bleibt – wie ein unangemeldeter Besuch vom Vermieter – einfach da.

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