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Mieses Geschäft

Mohamed_hassan (CC0), Pixabay
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In einer überraschenden Wendung hat der US-Autovermieter Hertz angekündigt, seine Flotte von Elektroautos deutlich zu reduzieren. Trotz der anfänglichen Begeisterung für Elektromobilität sieht sich das Unternehmen aufgrund hoher Reparatur- und Schadenskosten gezwungen, 20.000 Elektrofahrzeuge zu verkaufen und stattdessen wieder verstärkt auf Verbrennerfahrzeuge zu setzen. Diese Entscheidung folgt nach einem Quartal, in dem das Unternehmen besonders hohe Ausgaben für die Instandsetzung seiner Elektroautos nach Unfällen verzeichnete.

Die zusätzlichen Kosten für die Reparatur von Elektrofahrzeugen haben Hertz zu dieser strategischen Neuausrichtung veranlasst. Das Unternehmen bezifferte die Abschreibungen auf die Elektroauto-Flotte auf etwa 245 Millionen Dollar, umgerechnet rund 224 Millionen Euro. Diese Entwicklung steht in starkem Kontrast zu den ambitionierten Plänen, die Hertz noch im April 2022 verkündet hatte. Damals gab das Unternehmen bekannt, bis zu 65.000 Elektroautos von der Marke Polestar kaufen zu wollen. Dieser Plan folgte auf eine frühere Ankündigung, bis Ende 2022 rund 100.000 Tesla-Fahrzeuge anzuschaffen.

Die Entscheidung von Hertz könnte weitreichende Implikationen für die Autovermietungsbranche und den Elektrofahrzeugmarkt insgesamt haben. Sie wirft Fragen auf bezüglich der Langzeitkosten und Praktikabilität von Elektroautos in großen Fahrzeugflotten und könnte als Indikator für ähnliche Entscheidungen anderer Unternehmen in der Branche dienen. Die Anpassung der Fahrzeugflotte zurück zu Verbrennungsmotoren stellt eine deutliche Abkehr von der bisherigen Strategie hin zur Elektromobilität dar und könnte die Debatte über die Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit von Elektrofahrzeugen in der Autovermietungsindustrie neu entfachen.

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