In drei Wochen ist Schluss: Am 14. Oktober 2025 stellt Microsoft den Support für Windows 10 endgültig ein. Millionen Geräte weltweit laufen noch mit dem Betriebssystem, das seit 2015 auf dem Markt ist. Wer nicht rechtzeitig umsteigt, riskiert schwerwiegende Sicherheitslücken – und damit Angriffe durch Viren und Hacker.
Support-Ende mit Folgen
Seit Anfang 2023 ist Windows 10 nicht mehr im Handel erhältlich. Trotzdem läuft es laut dem Webanalysedienst Statcounter noch auf fast der Hälfte aller Windows-Geräte weltweit. Viele Nutzerinnen und Nutzer haben den Wechsel bislang hinausgezögert – aus Unsicherheit über die Systemanforderungen oder aus Sorge, sich in Windows 11 nicht zurechtzufinden.
Doch ein Weiterbetrieb ohne Updates ist keine Option, warnt Martin Gobbin von der Stiftung Warentest: „Microsoft stellt ab 14. Oktober den Support ein, das heißt, es gibt keine Sicherheitsupdates mehr. Und dadurch werden Computer mit Windows 10 deutlich angreifbarer.“
Kostenloser Wechsel für viele Geräte
Die gute Nachricht: Windows 11 gibt es in vielen Fällen kostenlos. Wer ein aktiviertes Windows-10-System auf kompatibler Hardware nutzt, erhält das Upgrade gratis.
Ob der eigene PC leistungsfähig genug ist, zeigt sich meist von selbst: Wird in den Einstellungen ein Upgrade auf Windows 11 angeboten, erfüllt das Gerät die Anforderungen. Als Faustregel gilt: Rechner ab Baujahr 2020 sind in der Regel problemlos geeignet, bei Geräten, die älter als sechs Jahre sind, kann es knapp werden.
Zur Sicherheit bietet Microsoft die „PC-Integritätsprüfung“ an – ein kostenloses Tool, das überprüft, ob Prozessor, Arbeitsspeicher und Sicherheitsmodule (TPM 2.0) kompatibel sind.
Übergangslösung: Sicherheitsupdates gegen Gebühr
Wer noch einen funktionierenden, aber zu alten Rechner nutzt, kann sich über das ESU-Programm (Extended Security Updates) ein Jahr zusätzliche Sicherheit erkaufen. Für einmalig rund 30 US-Dollar erhält man bis Oktober 2026 weitere Updates. In Euro könnte der Preis leicht variieren.
Der Verkauf dieser Updates soll laut Microsoft Anfang Oktober starten und über die Windows-Einstellungen im Bereich „Windows Update“ möglich sein.
Unterschiede zwischen Windows 10 und 11 gering
Viele Nutzer fürchten eine komplizierte Umstellung. Doch laut Stiftung Warentest sind die Unterschiede im Alltag überschaubar:
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Die Taskleiste ist standardmäßig zentriert, kann aber wieder linksbündig angezeigt werden.
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Programme, Dateien und angeschlossene Geräte wie Drucker oder Scanner funktionieren in aller Regel weiterhin.
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Daten und Anwendungen werden beim Upgrade automatisch übernommen.
„Wer mit Windows 10 zurechtkam, wird auch mit Windows 11 keine Probleme haben“, so Gobbin.
Vorbereitung: Backup vor dem Upgrade
Vor einem Umstieg empfiehlt sich dringend ein Backup – in der Cloud, auf einer externen Festplatte oder mit spezieller Software. So sind persönliche Daten geschützt, falls beim Upgrade etwas schiefgeht.
Der Zeitaufwand für den Wechsel ist überschaubar: Je nach Gerät dauert Download und Installation zwischen 30 Minuten und zwei Stunden.
Wenn der Rechner zu alt ist
Wer einen nicht kompatiblen PC nutzt, muss langfristig auf neue Hardware setzen. Rechner mit Windows 11 sind bereits seit geraumer Zeit Standard.
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Für einfache Anwendungen wie Surfen, Textbearbeitung oder Streaming reichen Geräte ab etwa 500 bis 600 Euro.
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Wer Videos bearbeitet, Grafikprogramme nutzt oder aktuelle Spiele spielen möchte, muss deutlich mehr investieren.
Fazit
Das Ende von Windows 10 markiert einen wichtigen Umbruch: Millionen Nutzerinnen und Nutzer stehen vor der Entscheidung, jetzt umzusteigen oder für kurze Zeit die kostenpflichtigen Updates zu buchen. Klar ist: Wer weiter auf Windows 10 setzt, setzt sich erhöhten Sicherheitsrisiken aus. Der Umstieg auf Windows 11 ist deshalb für die meisten die einzige sinnvolle Lösung – und in vielen Fällen sogar kostenlos.
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