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Meyer Burger streicht alle Stellen in Deutschland – Investoren-Suche endgültig gescheitert

RosZie (CC0), Pixabay
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Der Solarmodul-Hersteller Meyer Burger hat seinen Beschäftigten in Deutschland und der Schweiz die Kündigung ausgesprochen. Betroffen sind rund 600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Damit besiegelt das Unternehmen sein Aus in der europäischen Solarproduktion, nachdem die Suche nach Investoren endgültig aufgegeben wurde.

Schließung der deutschen Werke

Bereits Anfang September hatte Meyer Burger die Werke in Bitterfeld-Wolfen (Sachsen-Anhalt) und Hohenstein-Ernstthal (Sachsen) geschlossen. Zunächst war von möglichen Gesprächen mit potenziellen Investoren die Rede, die einen Teilbetrieb hätten retten können. Diese Hoffnungen haben sich nun zerschlagen.

Gründe für das Scheitern

Das Unternehmen führt zwei zentrale Ursachen für die Insolvenz und das Ende der Standorte an:

  • Massive Billigimporte aus China, die den Markt für Solarmodule seit Jahren unter Druck setzen und europäische Hersteller kaum konkurrenzfähig lassen.

  • Unsicherheiten in der Förderpolitik für erneuerbare Energien in Europa, insbesondere unklare Rahmenbedingungen bei Subventionen und Industrieprogrammen.

Beides zusammen habe die wirtschaftliche Grundlage für einen Fortbestand in Deutschland und der Schweiz zerstört.

Folgen für die Beschäftigten

Für die rund 600 Mitarbeiter bedeutet die Entscheidung den Verlust ihres Arbeitsplatzes. Betriebsräte und Gewerkschaften hatten noch auf eine Lösung durch neue Geldgeber gehofft, doch die Investorensuche verlief ohne Erfolg. Sozialpläne und Abwicklungsverfahren sollen nun vorbereitet werden.

Signalwirkung für die Branche

Das Aus von Meyer Burger gilt als herber Rückschlag für die europäische Solarindustrie. Die Firma hatte sich als Hoffnungsträger im Kampf gegen die Übermacht chinesischer Anbieter positioniert und unter anderem von der deutschen Politik Unterstützung eingefordert.

Branchenexperten warnen, dass ohne klare industriepolitische Leitplanken weitere europäische Solarhersteller unter Druck geraten könnten. Die Abhängigkeit von chinesischen Importen wächst damit weiter.

Fazit

Mit der vollständigen Aufgabe seiner Standorte in Deutschland und der Schweiz zieht Meyer Burger einen Schlussstrich unter jahrelange Verluste und vergebliche Rettungsversuche. Für die Beschäftigten endet eine lange Phase der Unsicherheit – für die Solarbranche in Europa ist es ein weiteres Alarmsignal.

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