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Meta und der Betrugs-Basar – Der Fluch der KI

Artapixel (CC0), Pixabay
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Während andere Tech-Giganten sich mit ethischen Fragen herumschlagen oder wenigstens so tun, als würden sie’s tun, hat sich Meta offenbar gefragt: „Was wäre, wenn wir Betrug nicht verhindern, sondern monetarisieren?“ Die Antwort: 18 Milliarden Dollar Werbeeinnahmen allein aus China. Jackpot.

Betrug? Na klar, aber bitte in Dollar.

Laut internen Meta-Dokumenten (die eigentlich nie das Licht der Öffentlichkeit sehen sollten – oops) stammen satte 19 % der chinesischen Werbeeinnahmen aus Anzeigen für Dinge, die man gemeinhin als illegal, unmoralisch oder einfach ziemlich daneben bezeichnen würde. Wir reden hier von Scams, Glücksspiel, Schmuddelkram und dubiosen Wundermitteln, die irgendwo zwischen Einhornblut und Finanzberatung rangieren.

Aber statt rigoros dagegen vorzugehen, dachte sich Meta:
„Schwierig. Das würde ja Geld kosten.“
Also wurde lieber eine Antibetrugs-Abteilung gegründet – und nach kurzem Erfolg wieder abgeschafft. Begründung: „Revenue Impact“ – das klingt einfach besser als „Gier“.

Zuckerberg: Vom Mandarin-Schüler zum Scam-Flüsterer

Als die KI-generierten Abzocker-E-Mails aus China plötzlich auf Harvard-Englisch daherkamen und die falschen Investment-Apps professioneller aussahen als so manche Steuererklärung, wurde’s sogar Meta zu viel. Für einen Moment.

Doch dann meldete sich CEO Mark Zuckerberg:
„Diese Integritäts-Offensive ist ja ganz nett, aber… habt ihr euch mal unsere Quartalszahlen angesehen?“
Ergebnis: Die Anti-Betrugs-Maßnahmen wurden „pausiert“ – so wie ein Fitnessabo ab Februar.

Scammer’s Paradise – powered by Meta

Ein paar Highlights aus dem „Betrugs-Jamboree“:

  • Chinesische Agenturen prahlen mit „80 % weniger Chance auf Sperrung“ – offenbar ein offizielles Verkaufsargument.

  • Fake-Investment-Apps führen Opfer via WhatsApp in Gruppen voller angeblicher US-Finanzberater. Spoiler: Es waren keine.

  • Ad-Accounts konnten für 30 Dollar in Krypto gekauft werden – mit dem moralischen Support von „Meta Trusted Partners™“.

  • Und das Beste: Wenn eine Anzeige gesperrt wird, wird sie erstmal geprüft… nachdem sie Millionen Menschen erreicht hat. Effizienz à la Meta.

Warum stoppen, wenn man auch kassieren kann?

In einem besonders aufschlussreichen Moment stellte ein Meta-Mitarbeiter die ketzerische Frage:
„Wollen wir diese Großkunden mit Scam-Anzeigen wirklich sperren?“
Die Antwort:
„Nein, der Umsatzverlust wäre zu groß.“

Also wurde das Problem kreativ gelöst:

  • Agenturen, die besonders viele Scam-Anzeigen schalten, bekommen einfach weniger Provision.

  • Betrügerische Werbekonten wurden gesperrt – aber nur die, deren monatlicher Umsatz unter 2,8 Millionen Dollar lag. Der Rest durfte weitermachen. Kapitalismus mit menschlichem Antlitz!

Und die Moral von der Geschicht’?

Meta hat kein Scam-Problem – es hat ein Geschäftsmodell.

China bleibt laut Meta das „Top Scam Exporting Nation™“ – quasi der Alibaba des Betrugs. Und solange die Opfer keine Chinesen sind, hat auch die Regierung nichts dagegen. Man könnte sagen: Das ist gelebte Globalisierung.

Zuckerberg sagt inzwischen, man wolle „die größten Risiken weltweit bekämpfen“. In Meta-Sprache heißt das offenbar:
„Scams weltweit ausbalancieren – aber China bleibt unser Lieblingsbetrüger.“

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