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Meta übertrifft Erwartungen im ersten Quartal 2025 – starke Zahlen trotz regulatorischer Risiken

Artapixel (CC0), Pixabay
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Der Tech-Gigant Meta hat im ersten Quartal 2025 deutlich besser abgeschnitten als von Analysten erwartet – sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn. Die Aktie legte im nachbörslichen Handel um mehr als 4 % zu.

Starke Kennzahlen und Nutzerwachstum

Meta, das Mutterunternehmen von Facebook, Instagram und WhatsApp, erzielte im ersten Quartal einen Umsatz von 42,31 Milliarden US-Dollar, was einem Anstieg von 16 % gegenüber dem Vorjahresquartal entspricht. Der Gewinn pro Aktie stieg sogar um 37 % auf 6,43 US-Dollar, weit über den von Analysten prognostizierten 5,28 Dollar.

Der operative Gewinn konnte ebenfalls gesteigert werden, mit einer um drei Prozentpunkte verbesserten Marge. Besonders erfreulich für das Unternehmen: Die Zahl der täglich aktiven Nutzer über alle Plattformen hinweg stieg um 16 % auf 3,4 Milliarden Menschen. Auch die Werbeeinnahmen entwickelten sich positiv – die Zahl der ausgespielten Anzeigen stieg um 5 %, während die Preise im Durchschnitt um 10 % zulegten.

CEO Mark Zuckerberg sprach von einem „starken Start in ein wichtiges Jahr“. Meta sei sowohl in seiner Community als auch in der Geschäftsentwicklung auf einem guten Weg.

Ausblick: Wachstum und massive Investitionen

Für das zweite Quartal erwartet Meta Umsätze zwischen 42,5 und 45,5 Milliarden US-Dollar. Gleichzeitig erhöht das Unternehmen seine Investitionsplanung: Zwischen 64 und 72 Milliarden US-Dollar will Meta in diesem Jahr ausgeben – vor allem für neue Rechenzentren und KI-Infrastruktur.

„Diese aktualisierte Prognose reflektiert zusätzliche Investitionen zur Unterstützung unserer KI-Initiativen sowie höhere Hardwarekosten“, so das Unternehmen.

Gegenwind aus Europa

Trotz der positiven Bilanz gibt es regulatorische Stolpersteine – insbesondere aus der EU. Die Europäische Kommission stellte fest, dass Metas „Zustimmen oder zahlen“-Modell gegen Datenschutzregeln verstößt, weil es Nutzern keine kostenlose Möglichkeit bietet, personalisierte Werbung abzulehnen. Es folgte eine Geldstrafe von 200 Millionen Euro.

Meta warnt, dass daraus ab dem dritten Quartal erhebliche Auswirkungen auf das Geschäftsmodell in Europa resultieren könnten. „Wir erwarten, dass Anpassungen an unserem Modell nötig sein werden, die die Nutzererfahrung in Europa deutlich verschlechtern könnten“, erklärte das Unternehmen.

Fazit

Meta zeigt trotz geopolitischer Unsicherheiten und wachsendem regulatorischen Druck beeindruckende finanzielle Stärke. Das starke Nutzerwachstum und die zunehmende Werbenachfrage stützen die Zuversicht der Investoren – allerdings dürften die Auseinandersetzungen mit der EU und der kostspielige Ausbau der KI-Infrastruktur mittelfristig entscheidend sein für Metas weiteres Wachstum.

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