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Artapixel (CC0), Pixabay
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Der Facebook-Mutterkonzern Meta denkt offenbar wieder einmal darüber nach, seine Belegschaft „zu optimieren“. Übersetzt heißt das: Laut Insidern könnten bis zu 20 Prozent der Mitarbeiter oder sogar noch mehr ihren Job verlieren. Das berichtet zumindest die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf gut informierte Quellen.

Der Grund ist natürlich ein besonders moderner: künstliche Intelligenz. Schließlich kostet es eine Menge Geld, die Infrastruktur für KI auszubauen. Und wenn man schon Milliarden in Maschinen investiert, liegt der Gedanke nahe, dass man sich bei den Menschen vielleicht etwas zurückhalten könnte. Effizienz nennt man das heute.

Intern sollen Führungskräfte bereits angewiesen worden sein, entsprechende Szenarien durchzurechnen. Ein konkretes Datum für die möglichen Kürzungen gibt es zwar noch nicht – ebenso wenig wie eine endgültige Zahl. Aber vorbereitet wird offenbar schon einmal vorsorglich.

Offiziell hält sich Meta derweil bedeckt. Ein Unternehmenssprecher bezeichnete die Berichte als „spekulative Berichterstattung über theoretische Ansätze“. In der Sprache großer Konzerne bedeutet das erfahrungsgemäß ungefähr: Wir denken darüber nach, sagen es aber noch nicht laut.

Sollte es tatsächlich zu einem Stellenabbau in dieser Größenordnung kommen, wäre das die größte Entlassungsrunde seit den sogenannten „Umstrukturierungen“ in den Jahren 2022 und 2023. Damals verloren zunächst rund 11.000 Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz, wenig später folgten weitere 10.000 Stellen.

Der Konzern beschäftigt laut seinem letzten Bericht Ende 2025 noch knapp 79.000 Mitarbeiter. Rein rechnerisch wäre also durchaus noch etwas „Optimierungspotenzial“ vorhanden – zumindest aus Sicht der Excel-Tabellen.

Die Botschaft ist klar: Während KI immer mehr Aufgaben übernimmt, könnte sich für viele Mitarbeiter eine neue Rolle ergeben – nämlich die des ehemaligen Mitarbeiters. Immerhin dürfte die künstliche Intelligenz dann künftig besonders effizient dabei helfen, deren Arbeit zu erledigen.

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