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„Message in a Lawsuit“: The Police streiten wieder – diesmal vor Gericht

geralt (CC0), Pixabay
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Die legendäre britische Band The Police sorgt erneut für Schlagzeilen – diesmal nicht mit einem neuen Song, sondern mit einem alten Streit, der jetzt ein juristisches Nachspiel hat. Gitarrist Andy Summers und Drummer Stewart Copeland fordern vor dem Londoner High Court von ihrem ehemaligen Frontmann Sting zwei Millionen Dollar an Tantiemen.

Grund für den neuen Zoff: Sting, bürgerlich Gordon Sumner, hatte 2022 seinen gesamten Songkatalog – darunter auch Police-Hits wie „Every Breath You Take“ – für eine kolportierte Summe zwischen 200 und 350 Millionen Dollar an Universal Music verkauft. Summers und Copeland fühlen sich um ihren Anteil betrogen. Dabei geht es besonders um einen alten Deal: eine angeblich mündliche Vereinbarung aus dem Jahr 1977, wonach alle Mitglieder 15 Prozent an Song-Einnahmen erhalten sollten.

Brisant: Diese Regelung wurde 2016 schriftlich fixiert – allerdings nur für physische Tonträger. Streaming? Fehlanzeige. Und genau das sorgt jetzt für Zündstoff. Denn „Every Breath You Take“ feierte dank der Serie „Stranger Things“ jüngst ein Comeback auf Spotify und Co. – Einnahmen, von denen Summers und Copeland bisher offenbar nichts gesehen haben.

Sting, der nicht persönlich vor Gericht erschien, verweist auf das Abkommen von 2016, das seiner Meinung nach alle Ansprüche geklärt habe. Aus Gerichtsunterlagen geht hervor, dass er bereits 870.000 Dollar an seine Ex-Kollegen gezahlt hat – aber offenbar reicht das nicht.

Der Fall wirft ein Schlaglicht auf die boomende Musikrechtebranche, in der Rechte an Klassikern wie Investmentfonds gehandelt werden. Künstler wie Bob Dylan, Bruce Springsteen oder die Red Hot Chili Peppers verkauften ihre Kataloge für hunderte Millionen – Musik als Goldgrube. Für Künstler der zweiten Reihe hingegen kann Streaming ein schwieriges Pflaster sein – außer, sie klagen sich ihre Anteile ein.

Ob Sting am Ende mehr zahlen muss, bleibt offen. Sicher ist nur: Die Harmonie zwischen den einstigen Bandkollegen klingt längst wie ein verstaubtes Demo-Tape aus der New-Wave-Ära.

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