Regisseur Brett Ratner, bekannt für Filme wie Rush Hour und X-Men: Der letzte Widerstand und aktuell wegen seiner kontroversen Dokumentation Melania: 20 Days to History im Rampenlicht, taucht nun in einem ganz anderen Kontext auf: In am Freitag veröffentlichten Akten des US-Justizministeriums ist Ratner auf Fotos zu sehen – gemeinsam mit dem verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein und zwei unbekannten jungen Frauen.
Die Aufnahme zeigt die Männer in entspannter Pose auf einem Sofa, während sie die Frauen im Arm halten. Die Identität der Frauen wurde unkenntlich gemacht. Auch wenn die Bilder keinen direkten Hinweis auf ein strafbares Verhalten enthalten, wirft ihre Veröffentlichung neue Fragen über Ratners Umfeld und frühere Kontakte auf.
Die Bilder scheinen an demselben Ort aufgenommen worden zu sein wie andere Fotos, die bereits im Dezember veröffentlicht wurden – unter anderem solche mit Epstein, Ratner und dem ebenfalls verstorbenen Modelagenten Jean-Luc Brunel, der wegen mutmaßlicher Vergewaltigung Minderjähriger unter Anklage stand, bevor er 2022 in einer Pariser Gefängniszelle tot aufgefunden wurde.
Die Veröffentlichung der Millionen Seiten umfassenden Epstein-Akten basiert auf einem Gerichtsbeschluss, der eine Offenlegung mit Rücksicht auf Opfer- und Ermittlerschutz vorsieht. Dennoch kritisieren Anwälte einiger Überlebender, dass teils sensible Informationen preisgegeben wurden.
Die Enthüllung kommt zu einem brisanten Zeitpunkt: Just am selben Tag feierte Ratners Melania-Trump-Dokumentation Kinopremiere – ein Film, der schon vor Kinostart wegen seiner Nähe zur Trump-Familie, hoher Produktionskosten und Ratners Vergangenheit in der Kritik stand. Der Regisseur war 2017 im Zuge der #MeToo-Bewegung wegen sexuellen Fehlverhaltens beschuldigt worden – Vorwürfe, die er zurückweist.
Die aktuellen Akten werfen erneut ein grelles Licht auf das Netzwerk rund um Epstein. Unter den neu aufgetauchten Namen finden sich nicht nur Brett Ratner, sondern auch Elon Musk, Lord Peter Mandelson, Bill Gates und Andrew Mountbatten-Windsor (ehemals Prinz Andrew). Letzterer ist auf einem der Bilder zu sehen, wie er über eine auf dem Boden liegende Frau gebeugt kniet – ihr Gesicht wurde ebenfalls unkenntlich gemacht.
Ob und wie sich diese neuen Veröffentlichungen auf Ratners Comeback-Versuch in Hollywood auswirken, bleibt abzuwarten. Weder Ratner noch sein Management haben sich bisher öffentlich zu den Bildern geäußert.
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